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Schutz vor Hitze und Schutz des Klimas gehören beim Bauen zusammen

Neue Bauordnung - und 5 Millionen für Klimaanlagen, Fassaden- und Dachbegrünungen an Kitas, Schulen, Seniorenheime und Krankenhäuser

Die Grünen begrüßen die Senatsvorlage für eine Reform der Landesbauordnung (LBO), die nun in der Bürgerschaft beschlossen werden kann: „Darin stecken viele sinnvolle Vereinfachungen von Bauverfahren“, erklärt die baupolitische Sprecherin Bithja Menzel. „Am wichtigsten ist uns Grünen die neue Umbauordnung. Damit wird das Umnutzen, Aufstocken und Nachverdichten in Bremens Quartieren endlich erleichtert. Es spart Platz, Energie und Rohstoffe, wenn bestehende Gebäude mit weniger Aufwand für neue Nutzungen aktiviert werden können. Dass die begrenzte Fläche in unserem Zwei-Städte-Staat besser genutzt wird, ist extrem wichtig für den Klimaschutz. Innovatives Bauen inmitten bestehender Infrastrukturen wird so beflügelt.“

Dach- und Fassadenbegrünungen: mit guten Beispielen voran

„Pflanzen an auf und an Gebäuden sind unverzichtbar für die Stadt der Zukunft. . Wir haben jetzt eine praktikable Lösung für mehr   Dachbegrünung gefunden, , so Menzel weiter. „Die öffentlichen Modellprojekte für Fassadenbegrünung sind lediglich ein Schritt in die richtige Richtung. Angesichts der Notwendigkeit, unsere Städte in der Klimakrise endlich umfassend für Hitzewellen und Starkregen anzupassen und sie zu gesünderen Orten zu machen, halten wir mehr Verbindlichkeit durch gesetzliche Regeln weiter für ein wichtiges Ziel“, so die Stadtentwicklungs-Politikerin Menzel.

Fünf Millionen Euro für baulichen Hitzeschutz

Ralph Saxe, umwelt- und gesundheitspolitischer Sprecher, ergänzt: „Das Thema Hitzeschutz ist von überragender Bedeutung, das haben wir gerade in den vergangenen Tagen und Wochen wieder intensiv erlebt. Besonders Kinder sowie kranke und ältere Menschen leiden unter Hitzewellen. Deshalb sind fünf Millionen Euro für ein Hitzeschutz-Sofortprogramm für diese Gruppen ein wichtiger Baustein. Klimaanlagen, Fassadenbegrünungen und Dachbepflanzungen für Kitas und Schulen sowie Seniorenheime und Krankenhäuser werden – zusammen mit weiteren Fassadenbegrünungen an beispielgebenden Orten wie dem Horten-Gebäude sowie mehreren Parkhäusern und Sporthallen – zeigen, dass grüne, lebendige Fassaden die Lebensqualität in und außerhalb dieser Immobilien verbessern. Dabei wird wichtiges Knowhow entwickelt für eine Notwendigkeit, die in diesem Sommer offenbar auch Teile der Bundesregierung erfasst haben. In einigen Jahren dürften sich Fassadenbegrünungen vom Zankapfel in Normalität verwandeln.“

Wohnen geht auch ohne Auto

Ähnlich gilt das auch für das novellierte Mobilitätsbauortsgesetz, so Saxe: „Es ermöglicht systematisch umweltfreundliche Mobilität bei Bauvorhaben – und mit der fortschrittlichsten Stellplatzordnung in Deutschland sind ab jetzt nicht mehr Autos und Parkplätze der Maßstab allen Zusammenlebens. Sondern gesunde, klimaschonende Mobilität per Fahrrad oder zu Fuß wird auch in Baurecht und Bauplanung endlich Realität.“