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Millionen-Hebel für mehr Klimaschutz, Umweltbildung und grünere Quartiere

Aus dem Investitions-Sofortprogramm investiert Bremen in energetische Sanierungen und lebenswerte Stadtteile

Mehr Bäume und Grünflächen, energetische Sanierungen und Entsiegelungen: Fast 16 Millionen Euro investiert Bremen in Klimaschutz, Klimaanpassung und Umweltbildung, damit Bremen und Bremerhaven im Klimawandel resilient werden und lebenswert bleiben.

Öffentliche Einrichtungen sparen künftig Energie und Geld

„Bei der Energiewende muss der Staat als Vorbild vorangehen“, kommentiert Philipp Bruck, der klima- und energiepolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in der Bremischen Bürgerschaft, die Wirkung des Bremer Investitions-Sofortprogramms: „Viele öffentliche Einrichtungen werden künftig mit Wärmepumpen heizen, eigene Ladeinfrastruktur für Elektromobilität nutzen können und selbst Energie mit Photovoltaikanlagen erzeugen – bisher scheiterte das häufig am Geld. Deshalb sind die Investitionsbeschlüsse des Senats eine gute Nachricht für die Bremer Gesellschaften, ob Theater oder Wohnungsbau, ob Flughafen oder Schwimmbäder, ob Messe oder Bremer StraßenbahnAG. Damit bekommen die Gesellschaften und Eigenbetriebe nicht nur die Möglichkeit, beim Klimaschutz voranzugehen, sondern auch die Chance, ihre Anlagen zu modernisieren und ihre Betriebskosten zu senken.“

Mehr Stadtnatur und Umweltbildung

Ralph Saxe hebt als umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion die Bedeutung der Stadtnatur und ihrer Pflege im Klimawandel hervor: „Unsere Bäume und Grünflächen sind die Basis der zukunftsgerechten und klimaangepassten Stadt. Deshalb wird der Umweltbetrieb Bremen durch die Beschlüsse erheblich gestärkt, seine Infrastruktur modernisiert und für die Herausforderungen der Zukunft fit gemacht – das ist der Anfang eines Marathons der Stadtentwicklung durch Sanierung und Transformation.“ In diesem Sinne wird auch die Botanika langfristig gestärkt, energetisch saniert und als Ort der Umweltbildung und des Naturerlebens konzeptionell weiterentwickelt. „In der Botanika lässt sich biologische Artenvielfalt damit auch in Zukunft erleben und verstehen“, so Saxe.

Lokale Mittel sichern Bundes-Förderung

Philipp Bruck, der auch finanzpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion ist, freut sich über die Hebelwirkung und die Möglichkeiten des „Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) des Bundes, zu dem der Senat die lokalen Kofinanzierungs-Anteile zur Verfügung stellt. „Ob Straßenbäume, renaturierte Flüsse oder angepasste Wasserstände im Grünland: Bremen ist Vorreiterin bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Grünbereich. Mit überschaubaren Bremer Mitteln haben wir etliche Millionen Bundesförderung aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz schon nach Bremen geholt. Mit dem neuen Kofinanzierungs-Budget ermöglichen wir, in den nächsten zwei Jahren weitere Millionenbeträge in solche Projekte zu investieren, die nicht nur Treibhausgasemissionen senken, sondern auch unsere Städte lebenswerter und bei starker Hitze erträglicher machen.“

Entsiegelung zum Mitmachen

Saxe ruft alle Interessierten zur Beteiligung an der Entsiegelung und Begrünung von Flächen in Bremen und Bremerhaven auf: „Mit zwei Millionen Euro aus Bremen können so neun Millionen für Begrünung und Entsiegelung bewegt werden“, freut sich der Umweltpolitiker: „Dazu können alle Bremer*innen und Bremerhavener*innen selbst ebenfalls beitragen. Bei vielen kleinen und größeren Entsiegelungsprojekten unter dem Motto „Abpflastern!“ können wir in den nächsten Jahren viel Potenzial für neue Grünflächen und grüne Ecken auftun.“