Finanzen | Soziales und Jugendpolitik
Update für verlässliche Offene Kinder- und Jugendarbeit
Die Mittelverteilung wird auf neuer Datengrundlage neu geregelt
Zur neuen Finanzierungssystematik für die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), die an diesem Donnerstag im Jugendhilfeausschuss debattiert wird, erklärt Sahhanim Görgü-Philipp, jugendpolitische Sprecherin der Grünen in der Bremischen -Bürgerschaft: „Kinder und Jugendliche brauchen stabile Orte, an denen sie Unterstützung finden und sich entfalten können. Mit der neuen Finanzierungssystematik schaffen wir als rot-grün-rote Koalition gemeinsam die Grundlage, die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Bremen langfristig verlässlich und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Sie bleibt eine klare Priorität unserer Sozial- und Jugendpolitik.“
Verlässliche Daten, mehr Geld, gemeinsame Planung
Die sozialen Angebote für Kinder und Jugendliche wurden in den vergangenen Jahren finanziell stabilisiert und verlässlich fortgeschrieben. „Das ist ein gemeinsamer Erfolg der Koalition und ein wichtiges Signal an die jungen Menschen in unserer Stadt, an die sie betreuenden Fachkräfte und Träger“, sagt Görgü-Philipp. Besonders hervorzuheben sei die nun verbesserte Daten- und Planungsgrundlage: „Der für 2027 ermittelte Mehrbedarf ist kein Hinweis auf eine Krise, sondern Ausdruck besserer gemeinsamer Planung. Wir wissen heute als Koalition genauer, wo Bedarfe bestehen – und können Ressourcen gezielter und gemeinsam verantwortet dort einsetzen, wo sie gebraucht werden. Die neue Systematik ermöglicht eine differenzierte, sozialräumlich ausgerichtete Mittelverteilung. Denn unterschiedliche Stadtteile haben unterschiedliche Herausforderungen. Die sichtbar gewordenen Mehrbedarfe sind im Haushalt 2027 finanziell hinterlegt. Wir stellen daher jetzt 1,36 Millionen Euro mehr zur Verfügung als bisher und stärken die Projekte dort besonders, wo Kinder und Jugendliche auf mehr Unterstützung angewiesen sind.“
Offene Kinder- und Jugendarbeit ist auch Bildung, Bewegung, Gesundheitsvorsorge
Abschließend lobt Görgü-Phillip auch die breite kooperative Beteiligung im Entwicklungsprozess: „Die Ergebnisse sind im Austausch mit Trägern, Fachkräften und Akteurinnen und Akteuren in den Sozialzentren entstanden. Das zeigt, dass gute Lösungen dann entstehen, wenn Politik, Verwaltung und Praxis gemeinsam arbeiten.“ Für die weitere Umsetzung kündigt die Sozialpolitikerin eine enge Begleitung an: „Wenn jetzt neue Strukturen eingeführt werden, wird sich in der Praxis zeigen, wo wir als Koalition eventuell gemeinsam noch weiter anpassen müssen. Für die Finanzierung insbesondere der Kinder- und Jugendfarmen müssen alle von ihnen profitierenden Senatsressorts auch bei der Finanzierung einbezogen werden: Die Farmen sind auch ein Angebot zur schulischen und außerschulischen Bildung, zur Gesundheitsvorsorge und Bewegung. Auch für weitere Projekte wie den Sportgarten und die Skaterprojekte am Hauptbahnhof werden wir jetzt Lösungen finden. Entscheidend ist, dass wir jetzt eine tragfähige Grundlage geschaffen haben, um die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Zukunft gemeinsam weiter zu stärken.“