Bildung | Finanzen
Neuer Lehrkräfte-Vertretungspool stärkt die Unterrichtsversorgung
Mehr Lehrer*innen und Personal auch für die Ganztagsbetreuung
Für das Schuljahr 2026/27 werden 165 zusätzliche Stellen an den Bremer Schulen geschaffen. Damit kann vor allem der Vertretungskräfte‑Pool mit 105 neuen Stellen für Lehrer*innen ganz erheblich ausgebaut werden, hinzu kommen 30 weitere Lehrkräfte und 30 Stellen für nicht unterrichtendes Personal. „So bleibt der Unterricht auch dann gesichert, wenn Lehrkräfte länger ausfallen“, begrüßt Franziska Tell als bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft den heutigen Beschluss des Senats. „Besonders wichtig sind die künftig dann 190 Vertretungslehrer*innen dort, wo Klassenlehrkräfte ganz ausfallen und längerfristig Kräfte benötigt werden, um den Kindern Kontinuität im Lernen und im Schulalltag zu bieten. Die zusätzlichen Stellen sind entscheidend für den Ausbau des Ganztagsbetriebs an den Schulen. Ab dem neuen Schuljahr haben alle Erstklässler*innen einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung. Der erweiterte Ganztag stärkt die Chancengerechtigkeit und gibt allen Kindern mehr Lern‑ und Betreuungsmöglichkeiten.“
Der Senat stellt über den Senator für Finanzen Mittel aus dem zentralen Personalhaushalt bereit, zudem stockt der Senator für Bildung die Mittel für Vertretungs-Lehrkräfte ebenfalls um 65 Stellen auf. „Wir setzen damit einen ganz deutlichen finanziellen Schwerpunkt auf die Bildung und Zukunft der Kinder in Bremen und Bremerhaven“, erklärt Tell.
„Gleichzeitig zeigen die neu notwendig gewordenen und nun bewilligten Stellen, wie dringend eine Zuweisungsrichtlinie für nicht‑unterrichtendes Personal benötigt wird. Inklusion und Ganztag erhöhen den Bedarf an Fachkräften. Die neue Richtlinie muss zügig fertiggestellt werden, damit notwendige Stellen für die Schulen entsprechend der Bedarfe automatisch zur Verfügung stehen“, fordert die bildungspolitische Sprecherin der Grünen abschließend.