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Religiöse und kulturelle Essensregeln ernst nehmen!

Schweinefleisch ungekennzeichnet im Kita-Buffet - das darf nicht passieren.

Nach der regelwidrigen Ausgabe von Schweinefleisch ohne Kennzeichnung bei einem Frühstücksbuffet in einem Kinder- und Familienzentrum in Marßel will die Grünen-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft genauer wissen, wie es zu diesem aus religiösen Gründen schwerwiegenden Fehler gekommen ist.

„Für uns hat der Respekt vor religiösen und kulturelle Ernährungsgewohnheiten einen hohen Stellenwert – besonders bei der Verpflegung von Kindern und Jugendlichen ist vollkommen klar, dass sie und ihre Familien sich absolut darauf verlassen können müssen, nur das aufgetischt zu bekommen, was sie auch essen wollen. Die Regeln dafür sind in den Ernährungskonzepten der Kitas und Schulen in Bremen eigentlich sehr klar und unmissverständlich“, erklärt Franziska Tell, die kinder- und bildungspolitische Sprecherin der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft. „Umso unverständlicher ist es, dass jetzt dennoch Schweinefleisch serviert wurde, ohne das angemessen zu kommunizieren. Damit solche Vorfälle in Zukunft ausgeschlossen sind, werden wir den Prozess der Aufklärung des aktuellen Falles aufmerksam begleiten und fragen den Senat nach Konsequenzen.“

„Wir werden in der Bildungsdeputation nachfragen, wie es konkret zu diesem Fall kam, wie der Senat ihn aktuell aufklärt und wie verlässlich sichergestellt wird, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Dazu gehören auch strukturelle Fragen nach der regelmäßigen Überprüfung bestehender Konzepte im Rahmen des Qualitätsmanagements. Sehr wichtig ist es jetzt auch, das Vertrauen der betroffenen und aller besorgten Familien wieder aufzubauen und nicht noch einmal zu enttäuschen“, konkretisiert die Grünen-Politikerin die Erwartungen ihrer Fraktion.