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Offen und grün: Oslebshauser Multisports Area kommt

Jugendbeteiligung zahlt sich aus

Die „Oslebshauser Multisport Area“ (OMA) an der Sperberstraße wird vom Bremer Senat mit rund 4,75 Millionen Euro aus dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ für die Jahre 2026 bis 2028 finanziert. Das Projekt auf einer rund 14.800 m² großen Brachfläche ist das Ergebnis jahrelanger politischer Überzeugungsarbeit und intensiver Einbindung der Menschen vor Ort. Sahhanim Görgü-Philipp, Sprecherin für Soziales der Grünen-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft hat das Projekt von Beginn an eng begleitet und freut sich über die nun mögliche Realisierung: „Wir feiern heute vor allem die Jugendlichen in Oslebshausen, deren Engagement zum heutigen Senatsbeschluss geführt hat. Wir haben ihnen versprochen, ihre Wünsche ernst zu nehmen, und genau das lösen wir jetzt ein. Die OMA zeigt eindrucksvoll: Wenn junge Menschen sich beteiligen, entstehen Räume für ihr Leben, ihren Alltag. Ich habe diesen Prozess über Jahre mit Herzblut unterstützt und mich immer wieder dafür starkgemacht, dass dieses Leuchtturmprojekt Wirklichkeit werden kann.“

Der Grundstein für die OMA wurde im Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) Gröpelingen gelegt. Bereits 2018 beteiligte die Jugendhilfeeinrichtung Junge Stadt gGmbH rund 70 Jugendliche, die sich für sichere, attraktive Flächen mit Sport und Begegnung eingesetzt und sich eine Multisportanlage gewünscht haben. Die frühere grüne Sozialsenatorin Anja Stahmann hatte die sozialräumliche Arbeit in Gröpelingen gestärkt und erste Zuwendungen an die Junge Stadt gGmbH auf den Weg gebracht. Nach Bedarfsanalyse und Machbarkeitsstudie durch das IEK kann jetzt die konkrete Planung, Finanzierung und Umsetzung folgen. „Nun ist es unsere Aufgabe sicherzustellen, dass die Bagger wie geplant 2026 rollen und hier ein lebendiges Zentrum für Sport und soziale Teilhabe im Bremer Westen entsteht“, ergänzt Görgü-Philipp. Neben einem Kunstrasen-Kleinspielfeld entstehen ein Basketballplatz, ein Beachvolleyballfeld, ein Boulderbereich sowie ein Pumptrack, der auch für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar ist. Hinzu kommen großzügige Treff- und Aufenthaltsflächen, die bewusst offen, übersichtlich und barrierearm gestaltet werden. Die Planung folgt einer gendersensiblen Linie: Beleuchtung, Wegeführung und Sichtachsen sind so angelegt, dass frühere Angsträume reduziert und die Anlage besonders für Mädchen und junge Frauen attraktiv und sicher wird. Zugleich setzt das Projekt mit einer Entwässerung nach dem Schwammstadt-Prinzip auf kluge Klimaanpassung im Quartier.

„Die OMA bietet fast jede Art von Bewegung“, sagt Sahhanim Görgü-Philipp. „Entscheidend ist für uns, dass Mädchen und junge Frauen sich dort genauso selbstverständlich aufhalten wie Jungs – ohne Angsträume, mit klaren Wegen und viel Platz zum Durchatmen. Dass wir das Gelände gleichzeitig als Element der Schwammstadt denken, zeigt: Wir gestalten sichere Räume für Jugendliche und machen das Quartier fit für die Klimakrise.“