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Klimaschutz und -anpassung müssen Bremen und Bremerhaven sicherer machen

Der Klimawandel wartet nicht - und trifft unser Bundesland besonders

Die Nordsee war 2025 so warm wie nie. „Das ist keine nette Botschaft für mehr Badespaß, sondern eine dringende Mahnung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), dass die Klimakrise weiter voranschreitet“, erklärt Philipp Bruck als klimapolitischer Sprecher der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft. Die wissenschaftlichen Erhebungen des gerade vorgestellten Klimarisikoindex für Deutschland des Instituts der deutschen Wirtschaft unterstreichen, dass Bremerhaven und Bremen als Küstenstädte den Gefahren der Klimakrise besonders heftig ausgesetzt sind und noch lange bleiben – „so sehr, wie nur wenige andere Städte in Deutschland: Kurz nach Wilhelmshaven als am stärksten vom Klimawandel betroffener Stadt folgen Bremen und Bremerhaven. Wir müssen unsere Städte dafür dringend und kontinuierlich resilient aufstellen, um auf Klimafolgen wie Sturmfluten und Starkregenereignissen bestmöglich vorbereitet zu sein“, so Bruck. Wie bedrohlich viel Regen auch über lange Zeit werden kann, hat vor zwei Jahren das Wümme-Hochwasser gezeigt.

Investitionsmittel jetzt fokussiert einsetzen

Der Klima- und Finanzpolitiker erklärt die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen: „Je heißer es auf unserem Planeten wird, desto wärmer wird auch die Nordsee, desto stärker steigt der Meeresspiegel, desto schwieriger wird es Jahr für Jahr, unsere Städte an die Klimakrise anzupassen. Neben der Erhöhung der Deiche und der Entsieglung von Flächen in unseren Städten, damit Regen besser gesammelt oder im Boden gespeichert werden kann, muss die Klimakrise  mit höchster Dringlichkeit gebremst werden, um ihre schlimmsten Auswirkungen noch zu verhindern! In unseren Kommunen gehören dazu vor allem die Verkehrswende und die Wärmewende. Sie haben erwiesenermaßen die größte Klimawirkung – und sie liegen am stärksten in der Hand der Städte und unseres Bundeslandes.“

„Bei uns in Bremen stehen in diesem Jahr die wesentlichen Entscheidungen dazu an, wie viel Geld wir in welche großen und kleinen Investitionsprojekte stecken können. Mit dem Bremer Anteil des Bundessondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität und der neuen Möglichkeit für Bremen, selbst Kredite aufzunehmen, stehen unserem Bundesland in den nächsten Jahren rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Jetzt kommt es darauf an, einen großen Teil davon für den Klimaschutz und konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen zu nutzen: z.B. für neue Radwege und ökologisch effizient sanierte Schulen, für sichere Deiche und zusätzliche Baumpflanzungen.“