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Bahnsanierung Bremen–Bremerhaven: CDU sollte Kritik an eigenen Bundesverkehrsminister richten

Die Grünen-Fraktion kritisiert die Verschiebung der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven, hält die Kritik der CDU an der Bremer Verkehrssenatorin jedoch für unangebracht.

Die geplante Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven wird um mindestens fünf Jahre verschoben.Michael Labetzke, Bremerhaven-Sprecher der Grünen-Fraktion, kritisiert die Entscheidung deutlich. Dass die CDU Bremerhaven dafür ausgerechnet die Bremer Verkehrssenatorin verantwortlich macht, hält er jedoch für unangebracht.

„Dass die dringend notwendige Sanierung der Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven um mindestens fünf Jahre verschoben wird, ist ein herber Rückschlag. Die Strecke ist eine zentrale Lebensader für Bremerhaven, unsere Häfen und die vielen Menschen, die täglich zwischen Bremen und Bremerhaven pendeln“, erklärt Michael Labetzke.

„Die CDU Bremerhaven fordert nun, dass Senatorin Ünsal beim Bund für Verbindlichkeit sorgt. Dabei könnte sie dafür den deutlich kürzeren Weg über die eigene Partei nehmen. Die Schieneninfrastruktur ist Bundessache und das Bundesverkehrsministerium wird von der CDU geführt. Wenn die CDU also wissen möchte, warum Bremerhaven fünf weitere Jahre auf die Generalsanierung warten soll, sollte sie diese Fragen zuallererst an ihren eigenen Bundesverkehrsminister richten. Die Verantwortung jetzt bei der Bremer Verkehrssenatorin abzuladen, ist schon ziemlich absurd.“

Die Deutsche Bahn hatte in der vergangenen Woche angekündigt, ihr Sanierungsprogramm für die Jahre 2027 bis 2031 anzupassen. Statt der bislang vorgesehenen 21 Korridorsanierungen sollen in diesem Zeitraum nur noch 13 umgesetzt werden. Die Strecke zwischen Bremen und Bremerhaven, deren Generalsanierung ursprünglich für 2027 vorgesehen war, gehört nicht mehr dazu und soll nun erst fünf Jahre später saniert werden.

Mit Blick auf die Bedeutung der Strecke für Bremerhaven ergänzt Michael Labetzke: „Bremerhaven braucht endlich eine moderne und leistungsfähige Schienenanbindung. Für einen der wichtigsten Hafen- und Logistikstandorte Deutschlands ist eine verlässliche Schieneninfrastruktur unverzichtbar. Bundesverteidigungsminister Pistorius hat gerade erst Milliardeninvestitionen unterzeichnet, um Bremerhaven als Knotenpunkt der NATO-Logistik zu stärken. Kurz darauf wird die dringend notwendige Sanierung der Schienenanbindung ans Hinterland um mindestens fünf Jahre verschoben – wer soll das verstehen?“, kritisiert Labetzke.