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Klimaklage erhöht Handlungsdruck
Die Klimaklage der Deutschen Umwelthilfe erhöht den Druck auf den Bremer Senat. Es braucht jetzt ein Klimaschutz-Sofortprogramm, um die Klimaziele noch zu erreichen.
Die Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen den Bremer Senat unterstreicht aus Sicht der Grünen Bürgerschaftsfraktion den dringenden Handlungsbedarf beim Klimaschutz. Bremen hat sich gesetzlich verpflichtet, seine CO₂-Emissionen bis 2030 um 60 % zu senken – jedoch ist absehbar, dass die bisherigen Maßnahmen dafür nicht ausreichen. Das hat viel mit den Rahmenbedingungen auf Bundes- und EU-Ebene zu tun, aber auch Bremen schöpft die eigenen Möglichkeiten nicht voll aus.
Dazu erklärt Philipp Bruck, klimapolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft: „Das Gesetz ist eindeutig – und ebenso das drohende Verfehlen der Klimaziele. Deswegen fordern wir als Grünen-Fraktion bereits seit Anfang des Jahres ein Klimaschutz-Sofortprogramm. Dass es vor dem Sommer nicht gelungen ist, in der Koalition ein solches Programm zu verabschieden, ist ärgerlich. Die Aufgaben sind längst bekannt: Wir brauchen zusätzliche Mittel für den Klimaschutz aus dem Sondervermögen des Bundes und der geänderten Schuldenbremse sowie Korrekturen und Beschleunigungen vor allem im Gebäude- und Verkehrssektor. Dazu gehören etwa sanierte Schulen und Kitas, gute Radwege, besserer ÖPNV, mehr Grün in den Städten sowie weniger Beton beim Neubau.“
Die zu langsam sinkenden CO₂-Emissionen geben Anlass zur Sorge, denn wir erleben gerade ganz konkret, was das für unser Leben bedeutet: „Nach diesem Hitzesommer mit etlichen Toten auch in Bremen, mit extremen Waldbränden in Europa und niedrigen Pegelständen in den Flüssen muss Klimaschutz Priorität haben – und das nicht erst, wenn eine Organisation die Einhaltung unseres eigenen Gesetzes einfordert, sondern aus Verantwortung und Vernunft. Senat und Koalition müssen jetzt handeln!“, so Bruck.