Arbeit | Gleichstellung
Internationaler Frauentag: Grüne fordern stärkeren Schutz vor Gewalt und mehr Tempo bei der Gleichstellung
Der 8. März erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung kein Selbstläufer ist
Zum Internationalen Frauentag am 8. März betont die Bürgerschaftsfraktion der Grünen die zentrale Rolle von Gleichstellungspolitik für eine gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft. Trotz Fortschritten in den vergangenen Jahren seien strukturelle Benachteiligungen von Frauen weiterhin Realität – im Arbeitsleben, bei der Verteilung von Sorgearbeit und beim Schutz vor Gewalt.
Dazu erklärt die geschlechterpolitische Sprecherin der Grünen, Solveig Eschen: „Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung kein Selbstläufer ist. Frauen verdienen im Durchschnitt noch immer weniger als Männer, sind häufiger von Altersarmut betroffen und tragen weiterhin den größten Teil der unbezahlten Sorgearbeit. Gleichzeitig sehen wir eine alarmierende Zunahme geschlechtsspezifischer Gewalt.“
Auch in Bremen müsse Gleichstellungspolitik konsequent weiterentwickelt werden. Die Grünen verweisen dabei auf ihre Initiativen für bessere Arbeitsbedingungen in sozialen Berufen, den Ausbau der Kinderbetreuung sowie Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Gleichzeitig müsse Gleichstellungspolitik auch bei aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen stärker mitgedacht werden. Die ökologische Transformation, die Digitalisierung der Arbeitswelt und steigende Lebenshaltungskosten dürften bestehende Ungleichheiten nicht weiter verschärfen. „Eine sozial-ökologische Transformation gelingt nur, wenn Frauen gleichberechtigt daran teilhaben und ihre Lebensrealitäten berücksichtigt werden“, so Solveig Eschen.
Angesichts der zunehmenden geschlechtsspezifischen Gewalt fordern die Grünen zudem eine konsequente Stärkung der Hilfs- und Schutzinfrastruktur für betroffene Frauen. Dazu gehören mehr Plätze in Frauenhäusern und Schutzwohnungen, eine langfristig gesicherte Finanzierung von Beratungsstellen sowie stärkere Präventionsarbeit gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Solveig Eschen betont: „Jede Frau muss in Bremen einen sicheren Zufluchtsort finden können. Dass Frauen in Deutschland noch immer keinen garantierten Schutzplatz haben, ist nicht hinnehmbar. Bremen muss hier weiter vorangehen und Schutz, Beratung und Prävention dauerhaft stärken.“