Verkehrskonzept zum Freimarkt überarbeiten - AnwohnerInnen schützen

Dichtgeparkte Gehwege und Kreuzungsbereiche, ignorierte Halteverbote, selbst der Bürgerpark blieb nicht vor Autos verschont – das Falschparken rund um den Freimarkt hat in diesem Jahr ein Ausmaß angenommen, dass die Verkehrssicherheit von AnwohnerInnen und ParkbesucherInnen massiv beeinträchtigt hat. Die Grünen-Fraktion fordert deshalb mit einem heute auf den Weg gebrachten Antrag (s. PDF-Anhang) umfangreiche Änderungen am Verkehrskonzept für den Freimarkt. Kernpunkte des Beschlusses sind u.a. eine Werbekampagne für den ÖPNV und die Park&Ride-Angebote, die Ausweitung des BSAG-Angebots während des Freimarkts und zum Schutz der direkt betroffenen AnwohnerInnen eine Umkehrung der Einbahnstraßen-Regelungen sowie Sperrung von Straßen für Nicht-AnliegerInnen. Zugleich soll geprüft werden, welche Elemente des erfolgreichen Verkehrskonzeptes rund ums Weserstadion bei Werder-Spielen für den Freimarkt übernommen werden können. Nicht zuletzt sollen auch die Zuwegungen zum Bürgerpark gesperrt, der alte Baumbestand am Torfkanal durch Poller vor parkenden Fahrzeugen geschützt und die Kontrollen erhöht werden.

Dazu erklärt der Findorffer Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Güldner, aus dessen Feder der Antrag stammt: „Der Freimarkt ist eine sehr beliebtes Fest und das soll auch so bleiben. Wir müssen den enormen Besucherandrang und die Interessen der direkt betroffenen AnwohnerInnen besser in Einklang bringen. Dazu gehört, im Vorfeld stärker als bisher für die Anreise mit der Bahn zu werben – schließlich ist der Nordausgang des Bahnhofs nur wenige Schritte vom Freimarkt entfernt. Für die zwei Freimarkt-Wochen muss auch die BSAG ihr Angebot deutlich ausweiten. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist doch auch für die BesucherInnen erheblich stressfreier als die zeitaufwändige Suche nach einem der sehr raren Parkplätze im direkten Umfeld der Bürgerweide. Die AnwohnerInnen bringen trotz der Belastungen, die der Freimarkt alljährlich für sie mit sich bringt, viel Toleranz auf. Aber das überbordende Falschparken in diesem Jahr hat für die Verkehrssicherheit der betroffenen Findorffer eine Grenze überschritten, die so nicht hinnehmbar ist. Wir wollen u.a. intensiv geprüft wissen, wie Teile des erfolgreichen Verkehrskonzeptes rund um Werder-Spiele auf den Freimarkt übertragen werden können.“

Der verkehrspolitische Sprecher Ralph Saxe ergänzt: „Wenn für Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz selbst der Bürgerpark nicht mehr tabu ist, dann muss die Stadt eingreifen. Es kann nicht sein, dass FußgängerInnen und RadfahrerInnen im Bürgerpark nichts ahnend fast von Autos umgefahren werden. Der Park ist gerade auch während des Freimarkts für viele Menschen ein Ort, an dem sie sich von dem Trubel erholen wollen. Autos haben dort schlicht nichts zu suchen. Die Zuwegungen müssen im nächsten Jahr abgesperrt werden. Ebenso sind die alten Bäume am Torfkanal mit Pollern vor Schäden durch achtlos ein- und ausparkende Autos zu schützen.“