Altenpolitik

Grüne: Schutz von FußgängerInnen verbessern

Anlässlich des hohen Anstiegs der Verletzten im Bremer Straßenverkehr im Vorjahr um fast 10 Prozent gegenüber 2010 fordern die Grünen nun Umsteuerungen. Insbesondere der hohe Anstieg von Verkehrsunfällen mit Senioren und Fahrradfahrern machen dem verkehrspolitischen Sprecher Ralph Saxe Sorgen: „Dies mit dem hohen Fahrradanteil in Bremen zu erklären, wie es der ADAC versucht hat, erscheint mir zumindest tendenziös. Den Fahrradanteil zu erhöhen, macht nicht nur aus umwelt- und gesundheitspolitischer Sicht Sinn, sondern würde sich insgesamt wegen verringerter Geschwindigkeiten auch in den Unfallzahlen niederschlagen. Nach wie vor sind überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol die Hauptunfallursachen. Deswegen machen wir uns dafür stark, dass in möglichst vielen Straßen Bremens - vor allem in Wohngebieten - Tempo 30 gilt. Das kann das Unfallrisiko laut Studien um mindestens 25 Prozent senken.“

Der hohe Anstieg der Verletzten unter den Senioren legt nahe, sich vermehrt für die Belange des Fußgängerverkehrs einzusetzen. Der Autoverkehr habe eine gut vernehmbare Lobby. Die Belange der Wirtschaftsverkehre würden durchaus prioritär berücksichtigt. Die Vertreter des Fahrradverkehrs meldeten sich kraftvoll zu Wort. Die Grünen möchten deshalb bei der anstehenden Aufstellung des Verkehrsentwicklungskonzeptes auch verstärkt die Belange der FußgängerInnen berücksichtigen. „Darunter befinden sich besonders viele Senioren, Kinder, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagenschieber, die einen besonderen Schutz benötigen“, betont Ralph Saxe.

Der Stern ist trotz Umbau weiterhin der Hauptunfallschwerpunkt in Bremen. Aus Sicht der Grünen ist es deshalb nötig, Vorschläge zur Entschärfung dieses unfallträchtigen Kreisels zu erarbeiten.