Space Center - Grüne fordern realistisches Gutachten

Space Center - Grüne fordern realistisches Gutachten

Die Katze ist aus dem Sack - die Besucherzahlen des Space Centers bleiben weit hinter den völlig überzogenen Erwartungen seiner Befürworter zurück, Kündigungen für 66 MitarbeiterInnen wurden ausgesprochen. Klaus Möhle, wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion, fordert mit Blick auf die aktuellen Zahlen ein realistisches Gutachten zur Zukunft der Centers: "Die Entlassungen sind bitter für die Betroffenen, die auf einen krisensicheren Arbeitsplatz gehofft hatten. Überraschend kommt die Entwicklung nicht. Das Space Park-Projekt wurde mit völlig illusorischen Annahmen schöngerechnet. Die öffentlichen Subventionen wurden mit gigantischen Besucherprognosen und der damit angeblich verbunden Job-Maschine begründet. 4000 Neugierige sollten Tag für Tag nach Gröpelingen strömen. Jetzt ist die Rede von einem Saisonbetrieb. Trotz Ferienzeit und Werbemaßnahmen sind nach Auskunft der Verantwortlichen in den letzten Tagen durchschnittlich 2.500 Besucher gezählt worden. Gut, dass wenigstens diese Zahlen jetzt auf dem Tisch liegen. Unsere Fragen nach konkreten Zahlen in den zuständigen Deputationen und Ausschüssen wurden bisher nie beantwortet."


Die Grünen erwarten, dass in dem für August angekündigten Gutachten endlich Klartext geredet wird. "Es hilft niemanden, wenn erneut das Blaue vom Himmel runterphantasiert wird. Die unsägliche Bremer Tradition, in Gefälligkeitsgutachten Wolkenkuckucksheime zu entwerfen, kommt teuer zu stehen. Negativbeispiele gibt es mehr als genug - dazu gehören die unrealistischen Prognosen in Sachen Rennbahn ebenso wie die zum Musical und zum Stadthallenumbau. Damit muss endlich Schluss sein. Im Kino freu ich mich über ein (T)Raumschiff Surprise - beim Space Center ist die Landung auf dem Boden der Realität überfällig."