Grüne Fraktion unterstützt syrische Kurden in Bremen - Große Sorge wegen wahlloser Verfolgung in Nordsyrien

Grüne Fraktion unterstützt syrische Kurden in Bremen - Große Sorge wegen wahlloser Verfolgung in Nordsyrien

Eine Delegation von Bremerinnen und Bremern, die aus den kurdischen Gebieten in Syrien stammen, hat gestern Gespräche mit der Bürgerschaftsfraktion von B_90/Die Grünen geführt. Die Frauen und Männer waren sehr besorgt um das Schicksal ihrer Angehörigen in Syrien. Seit den Ausschreitungen aus Anlass eines Fußballspiels zwischen einem kurdischen und einem arabischen Team am 12. März sind Kurden in Syrien wahllosen Verfolgungen ausgesetzt. Über 60 Menschen wurden bereits getötet, viele Hundert verletzt. Auch die Bremer kurdische Gemeinde aus Syrien beklagt viele vermisste Familienangehörige. Gezielt vorgehenden Sympathisanten der regierenden Baath-Partei Präsident Assads und die offiziellen Sicherheitskräfte sind für die Übergriffe verantwortlich.


Matthias Güldner, Fraktionsvize der Grünen, ließ sich von der Delegation ausführlich über die Hintergründe der jetzigen Übergriffe informieren. Bis zum 12. März hatten Kurden und die arabische Bevölkerung in Syrien zwar angespannt aber weitgehend friedlich miteinander gelebt. Güldner unterstützte die Kurdinnen und Kurden in ihren zentralen Forderungen,
_ das Blutvergießen sofort zu beenden,
_ alle Gefangenen freizulassen,
_ eine Untersuchung der Vorfälle einzuleiten und
_ eine friedliche Lösung für die kurdische Minderheit in Syrien zu suchen.
Güldner wandte sich in einem Schreiben an Bundesaußenminister Fischer mit der Bitte, sich für eine friedliche Beilegung des Konfliktes einzusetzen.