Freie Schulwahl? Willkür statt Elternwille!

Freie Schulwahl? Willkür statt Elternwille!

Bremerhavener Magistrat hat Zweifel an Umsetzbarkeit des Verfahrens


Die angeblich freie Schulwahl nach Klasse 4 entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung. Anja Stahmann, bildungspolitische Sprecherin der grünen Fraktion, kritisiert: "Die Entscheidung darüber, auf welche Schule ein Kind kommt, gleicht einem Lotteriespiel. Der freie Elternwille reduziert sich auf die Möglichkeit, Wünsche zu äußern - letztlich entscheidet in vielen Fällen das Losverfahren. Die Freiheit, ein Los in die Lostrommel zu werfen, garantiert gar nichts - im Zweifelsfall kann eine Niete dabei herauskommen." Die Grünen werden deshalb in der morgigen Sitzung der Bildungsdeputation das vom Bildungsressort vorgeschlagene Verfahren zur "Aufnahme in Schulen und Bildungsgänge" ablehnen.


Das auf fünf Seiten beschriebene Auswahlverfahren steckt voller Ausnahmeregelungen, die breiten Interpretationsraum lassen. Selbst der Bremerhavener Magistrat hält das Verfahren für nicht händelbar. Kommentar von Anja Stahmann: "Eine neue Spielwiese für die Bildungsbürokratie. Ein Riesenaufwand und am Ende jede Menge Frust. Gewinner der neuen Schulstruktur werden die Rechtsanwälte sein - viele Eltern werden Klagen, um doch noch einen Platz für ihr Kind an der "Wunschschule" zu bekommen."


Bremerhavener Magistrat hat Zweifel an Umsetzbarkeit des Verfahrens


Die angeblich freie Schulwahl nach Klasse 4 entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Mogelpackung. Anja Stahmann, bildungspolitische Sprecherin der grünen Fraktion, kritisiert: "Die Entscheidung darüber, auf welche Schule ein Kind kommt, gleicht einem Lotteriespiel. Der freie Elternwille reduziert sich auf die Möglichkeit, Wünsche zu äußern - letztlich entscheidet in vielen Fällen das Losverfahren. Die Freiheit, ein Los in die Lostrommel zu werfen, garantiert gar nichts - im Zweifelsfall kann eine Niete dabei herauskommen." Die Grünen werden deshalb in der morgigen Sitzung der Bildungsdeputation das vom Bildungsressort vorgeschlagene Verfahren zur "Aufnahme in Schulen und Bildungsgänge" ablehnen.


Das auf fünf Seiten beschriebene Auswahlverfahren steckt voller Ausnahmeregelungen, die breiten Interpretationsraum lassen. Selbst der Bremerhavener Magistrat hält das Verfahren für nicht händelbar. Kommentar von Anja Stahmann: "Eine neue Spielwiese für die Bildungsbürokratie. Ein Riesenaufwand und am Ende jede Menge Frust. Gewinner der neuen Schulstruktur werden die Rechtsanwälte sein - viele Eltern werden Klagen, um doch noch einen Platz für ihr Kind an der "Wunschschule" zu bekommen."