100 Tage reichen nicht aus

100 Tage reichen nicht aus

"Der Wirtschaftssenator Gloystein ist lieb, nett und sehr bemüht", kommentiert der wirtschaftpolitische Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion den Verlauf der ersten hundert Tage des Senators im Amt. Klaus Möhle sagt: "Ein schlichtes _Weiter so!" für Bremens Wirtschaftspolitik reicht aber bei weitem nicht aus. Die großkoalitionäre Gewerbeflächenpolitik ist eine Katastrophe! Immerhin räumt Gloystein ein, dass der Büropark Oberneuland _nicht gut läuft_ - genau genommen läuft er gar nicht", so Möhle.
Er fügt hinzu: "Dass der Senator an der Westerweiterung des Technologieparks festhalten will, kann nur wundern. Schließlich hat mittlerweile sogar Gloysteins eigene Partei eingesehen, dass es keinen aktuellen Bedarf dafür gibt."
Der grüne Wirtschaftspolitiker Möhle zu Gloysteins Perspektiven: "Eine klare Linie ist im Handeln des neuen Senators nicht erkennbar. Es gibt keinen Neuanfang in der Wirtschaftspolitik oder gar einen Kurswechsel, der den Namen verdient. Gloystein wurschtelt kraftlos an den Problemen weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat." Fazit des grünen Bürgerschaftsabgeordneten: "Für einen Frankfurter Banker reichen 100 Tage in Bremen offensichtlich nicht aus."


Die kulturpolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion, Karin Krusche beurteilt die ersten 100 Tage des Kultursenators wie folgt:
"In der Bremer Kulturpolitik hat Senator Gloystein seine eigentliche Bewährungsprobe noch vor sich: die erfolgreiche Bewerbung Bremens zur Kulturhauptstadt." Krusche erläutert: "Bisher läuft die Bewerbung gut. Angesichts der unklaren Finanzierung vieler auch kleinerer Kultur-Projekte und der Diskussion um die Führung des Bremer Theaters steht die Stimmung in der Bremer Kulturszene allerdings auf der Kippe. So eine schlechte Stimmung kann sehr negative Auswirkungen auf die Bewerbung zur Kulturhauptstadt haben", warnt Krusche und fährt fort: "Gloystein hat in der Kulturpolitik viele Baustellen geerbt. Mit der Auflösung der kmb hat er bewiesen, dass er die Fehlentscheidung seiner Vorgänger eingesehen hat, und er hat danach gehandelt. In Zukunft muss sich zeigen, dass er nicht nur schöne Sonntagsreden hält, sondern mit der Neuformierung der Kulturverwaltung auch wieder ein handlungsfähiges Ressort auf die Beine stellt", fordert die grüne Kulturpolitikerin. "Das sind Herausforderungen, die der neue Senator bewältigen muss. Seine Bewährungsprobe hat gerade erst begonnen."