Verlässliche Grundschule - ohne Netz und doppelten Boden

Verlässliche Grundschule - ohne Netz und doppelten Boden

"Es ist nur eine Frage der Zeit, wann nach den Sommerferien Unterricht an den Verlässlichen Grundschulen ausfällt. Die fest zugesagten Mittel für die flexible Unterrichtsvertretung (wenn Lehrer krank werden), sollen zweckentfremdet werden. Mit den dafür eingeplanten 320.000 Mark will Bildungssenator Willi Lemke jetzt Löcher im Bereich der Sekundarstufe I stopfen. Bevor die Reise los geht, soll das Reserverad aus dem Wagen genommen werden. Dabei sind Pannen angesichts der zerschlissenen Reifen vorhersehbar", kommentiert der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Helmut Zachau den Behördenplan. Der bildungspolitische Sprecher der grünen Fraktion fordert Senator Lemke auf, den Feuerwehrtopf zur flexiblen Unterrichtsvertretung zu erhalten und aufzustocken: "Den Eltern der Grundschüler wurde für das neue Schuljahr eine verlässliche Betreuung und ein Ende der ständigen Unterrichtsausfälle versprochen. Ohne zusätzliches Personal (Krankenreserve) funktioniert das nicht. Der Bildungssenator steht im Wort und muss jetzt dafür sorgen, dass die Voraussetzungen für eine funktionierende Verlässliche Grundschule geschaffen werden."


Helmut Zachau weist in diesem Zusammenhang auf eine weitere Maßnahme hin, die sich negativ auf den Grundschulunterricht auswirken wird. Auf Anweisung der Bildungsbehörde wird der Unterricht in Kleingruppen eingeschränkt. "Dafür werden weniger Unterrichtsstunden genehmigt. Natürlich verschlechtert sich dadurch das pädagogische Angebot. Unterm Strich sollen die Grundschulen mit dem gleichen Personal mehr Aufgaben erledigen. Die Grünen lehnen deshalb die Kürzungen bei der Lehrerzuweisung ab."