Schnelles Handeln zur Existenzsicherung der Rockmusikszene notwendig

Schnelles Handeln zur Existenzsicherung der Rockmusikszene notwendig

"Die kurzfristigen Kündigungen der Proberäume für 79 Rockmusikgruppen durch den Kultursenator geht an die Substanz einer in Bremen aktiven Musikszene. Die Gruppen von heute auf morgen auf die Straße zu setzen, ist unverantwortlich, da das Problem der Brandgefahr und der fehlenden Fluchtwege seit längerem bekannt ist", kritisiert Helga Trüpel, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, das Vorgehen des Kultursenators Schulte.


Nach Einschätzung der Grünen ist die Lage für die Rockmusikgruppen besonders bedrohlich, weil noch völlig offen ist, welchen Umfang die notwendigen Umbauten haben müssen, wie die Finanzierung dafür gesichert wird und ab wann die Übungsräume wieder zu benutzen sind. Helga Trüpel fordert den Kultursenator auf, schnellstens ein entsprechendes Konzept vorzulegen und hat eine entsprechende Frage für die Ende Januar stattfindende Stadtbürgerschaftssitzung eingereicht.


"Für die Übergangszeit muss dringend eine Lösung gefunden werden, da die Gruppen mit ihren Instrumenten sonst buchstäblich auf der Straße sitzen", kommentiert Helga Trüpel die jetzt eingetretene Situation. Die Grünen erwarten deswegen vom Senat, dass er Ersatzräume - wo es möglich ist - in stadteigenen Gebäuden und in den Häfengebieten bereitstellt sowie Firmen auffordert, leerstehende Lagerhallen für diese Zwecke kurzfristig zu Verfügung zu stellen.