Grüne fordern Schlussstrich unter Ocean-Park-Planung. Konkrete Projekte statt virtuelle Welten

Grüne fordern Schlussstrich unter Ocean-Park-Planung. Konkrete Projekte statt virtuelle Welten

"Die besten Satiren liefert das wirkliche Leben - wenn die negativen Auswirkungen für Bremerhaven nicht so traurig wären, könnte man Tränen über die ständig wechselnden, diffusen Varianten der Ocean-Park-Planer lachen," kommentiert die grüne Fraktionssprecherin Helga Trüpel die neuesten, an Peinlichkeit kaum noch zu überbietenden Pläne zum zentralen Projekt "Blauer Planet". Der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Manfred Schramm kritisiert den Zeitverlust bei der Realisierung konkreter, anderer Projekte: "Wann finden die politisch Verantwortlichen endlich den Mut, einen Schlussstrich unter die Köllmann-Akte zu ziehen" Bisher wurde nichts als heiße Luft produziert. Andere, konkrete Projekte zur Attraktivitätssteigerung Bremerhavens als Tourismusstandort müssen jetzt endlich angepackt werden - in erster Linie die Erweiterung des Zoo am Meers und der Bau eines Auswanderermuseum. Viel Geld und Zeit wurde mit dem Warten auf ungefangene Fische verplempert, ohne das auch nur ein Minifang im Netz blieb.


Statt von immer neuen, virtuellen Welten zu träumen, die leider auch nur virtuelle Besucher anziehen, könnten die beiden realistischen Projekte in absehbarer Zeit mehr Besucher nach Bremerhaven locken."


Die grüne Fraktion fordert den Senat auf, in der nächsten Sitzung der Wirtschaftsdeputation am 2. Februar endlich alle Fakten auf den Tisch zu legen. "Darauf aufbauend muss geklärt werden, warum nach jahrelanger kostspieliger Planung nichts im Sieb geblieben ist, woran alle Finanzierungsmodelle gescheitert sind," erklärt Helga Trüpel. Sie warnt davor, das wertvolle Grundstück im Neuen Hafen aus der Hand zu geben. "Die Stadt sollte auf alle Fälle Eigentümerin des Geländes bleiben und die Planungshoheit behalten. Sonst könnten private Investoren, die nur an dem wertvollen Grundstück interessiert sind, irgendein windiges Projekt präsentieren, um den Zuschlag zu erhalten."