Antrag „Sport integriert: Vereine weiter unterstützen“

Antrag „Sport integriert: Vereine weiter unterstützen“

Mit seit September 2015 steigender Zahl der nach Bremen kommenden Flüchtlinge sah sich das Sozialressort gezwungen, zur Unterbringung der geflüchteten Menschen auch Turnhallen zu nutzen. Diese stehen den Sportvereinen und dem Schulsport für die Zeit der Unterbringung nicht zur Verfügung. Auch wenn die Stadt Bremen bemüht ist, diesen Ausfall so kurz wie möglich zu halten, leiden die Sport Treibenden darunter, Vereine verzeichnen bereits Mitgliederaustritte und sehen ihre Arbeit und teilweise auch ihre Existenz gefährdet. Auch wenn inzwischen die Sporthalle Roter Sand in Woltmershausen wieder dem Sport zurückgegeben wurde, ist die Lage noch nicht entspannt.

Die rot-grüne Koalition hat deshalb diesen Antrag, den der sportpolitische Sprecher Mustafa Öztürk mitentwickelt hat, vorgelegt, der den Senat unter anderem auffordert, gemeinsam mit dem Landessportbund nach Lösungen zu suchen, um Liquiditätskrisen der Vereine zu überwinden und entstandene Engpässe im Sport zu beheben.

In der Sitzung der Stadtbürgerschaft am 23. Februar 2016 wurde der Antrag beschlossen.

Mustafa Öztürk betonte in der Debatte, dass die Sportvereine größtenteils die Belegung der Hallen mit Flüchtlingen tragen und auch an dieser Stelle eine hohe soziale Verantwortung übernehmen. Für Öztürk sind die Sportvereine Motor einer gesellschaftlichen Integration. Für die Befürchtungen der Sportvereine äußerte er Verständnis, sie sollen mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden. Und so dient der Antrag als Signal für den Sport und das Ehrenamt in Bremen, dass Rot-Grün ernsthafte Schritte unternimmt, den Vereinen zur Seite zu stehen.

Der Antrag vom 13. Januar 2016, Drucksache 19/93 S