Antrag „Entgeltungleichheit zwischen den Geschlechtern bekämpfen: Senatsstrategie entwickeln, Entgelttransparenz schärfen!"

Frauen verdienen im Land Bremen für gleiche oder gleichwertige Arbeit durchschnittlich 22 Prozent weniger als ihre männlichen Arbeitskollegen. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Koalitionsfraktionen den Senat daher u. a. auf, eine Senatsstrategie Entgeltgleichheit zu entwickeln und ressortübergreifend zu verankern. Die zuständige Abgeordnete ist Henrike Müller.

 

Der Antrag vom 11. November 2020, Drucksache 20/707


In der Sitzung der Bürgerschaft (Landtag) vom 16. Dezember 2020 wurde der Antrag beschlossen.

Henrike Müller: „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, dafür streiten Frauen seit 1954. Es gibt noch sehr viele Fälle von gleicher Arbeit, die ungleich bezahlt wird. In den wenigsten Fällen ist es aber wirklich der Klassiker: Mein männlicher Kollege verdient für die gleiche Arbeit mehr Geld als ich. Möchten wir den Gender Pay Gap insgesamt bekämpfen, müssen wir größer und umfassender ran gehen. Dann spielen auch andere Dinge eine Rolle, wie der hohe Teilzeitanteil von Frauen, die schlechtere Bezahlung von sogenannten Frauen-Berufen oder auch die mangelnde Tarifbindung in diesen Branchen. All das und noch viel mehr fließt zusammen und führt zu dieser Ungerechtigkeit, die man auch ‚ungerechte Arbeitsteilung‘ nennen kann. All diese Merkmale müssen in einer Senatsstrategie berücksichtigt werden.“