Antrag „Den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern mit Verbrennungsmotor reduzieren – Gesundheitsschutz bei der Anwendung verbessern, Umwelt schützen"

Benzin- oder dieselbetriebene Laubbläser und -sauger verursachen erheblichen Lärm und verpesten die Luft. Sie stellen eine Gesundheitsgefährdung für die Anwender*innen dar, wenn diese keinen Atem- und Gehörschutz verwenden. Laubbläser und Laubsauger generell schaden der Umwelt, speziell den am Boden lebenden Tieren und Mikroorganismen, und gefährden das ökologische Gleichgewicht. Aus diesem Grund fordern die Regierungsfraktionen den Senat u. a. auf, in Bremen den Einsatz von Laubbläsern und -saugern mit Verbrennungsmotoren in Eigenbetrieben und bremischen Gesellschaften, die u.a. für die Gehwegreinigung zuständig sind, zu hinterfragen, den Gebrauch soweit möglich zu reduzieren, und bei der Neubeschaffung auf akkubetriebene Geräte umzustellen. Der zuständige Abgeordnete ist Ralph Saxe.

 

Der Antrag vom 01. Juli 2020, Drucksache 20/278 S


In der Sitzung der Stadtbürgerschaft vom 15. September 2020 wurde der Antrag beschlossen.

Ralph Saxe: „Laubbläser und- sauger schaden der Natur. Sie beseitigen nicht nur das Laub. Sie saugen mit bis zu 200 km/h auch die darin lebenden Tiere wie Regenwürmer oder Asseln an und häckseln sie. Das vernichtet ein wertvolles Ökosystem: Diese Kleintiere verwandeln Laub und Pflanzenreste in Humus und dienen Vögeln oder auch Igeln als Futter. In der Laubschicht überwintern Schmetterlingspuppen, sie schützt Pflanzenwurzeln und Blumenzwiebeln vor dem Frost. Laub sollte deshalb nur dort entfernt werden, wo es die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Alles andere ist schlicht unnötig. „Ein Laubsauger ist mit bis zu 115 Dezibel so laut wie ein Presslufthammer. Diesem Krach sind Anwohner*innen und Passant*innen schutzlos ausgeliefert. Bereits 60 Dezibel können die Gesundheit beeinträchtigen. Nicht zuletzt erhöhen die Geräte die Feinstaub- und Stickoxidbelastung. Für den Umwelt- und Gesundheitsschutz sind akkubetriebene Geräte deutlich besser. Den Umstieg auf solche Geräte muss Bremen für Mensch und Umwelt forcieren.“