Proaktiver Kinderschutz bei häuslicher Gewalt – Einrichtung einer Interventionsstelle in Bremen

Veranstalter: Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Bremischen Bürgerschaft

Kinder und Jugendliche sind im erschreckend hohen Maße von familiären Gewalterfahrungen betroffen. Das Grundvertrauen der Kinder in die Eltern wird dadurch erschüttert und führt zu starken Loyalitätskonflikten. Sowohl das direkte Erleben von Gewalt als auch das Miterleben von Gewalt in der Elternbeziehung ist für Kinder belastend, schädigend und häufig auch traumatisierend.

Um die innerfamiliäre Gewalt verstehen, verarbeiten und sich zukünftig davor schützen zu können, benötigen Kinder und Jugendliche schnelle professionelle Hilfe. Trotz der bestehenden Beratungsstellen in Bremen zeigt sich eine Lücke im Hilfesystem. Es fehlt eine Anlaufstelle, die unmittelbar von der Polizei informiert wird, proaktiv Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen aufnimmt und den Unterstützungsbedarf koordiniert.  Für diesen Zweck sowie für Multiplikatoren-Schulungen soll – wie in Göttingen und Rostock – eine Interventionsstelle in Bremen eingerichtet werden. Im Austausch mit den Mitarbeiterinnen aus Göttingen, Rostock und Bremen wollen wir gemeinsam diskutieren, was beim Aufbau einer Bremer Interventionsstelle für Kinder und Jugendliche zu beachten ist und welche praktischen Erfahrungen aus Rostock und Göttingen für einen erfolgreichen Start zu berücksichtigen sind?             

Begrüßung:
Sahhanim Görgü-Philipp, MdBB
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, sozial- und jugendpolitische Sprecherin

Es dikutieren:
Kati Voß: Kinderschutz im Rostocker Interventionssystem
Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Rostock

Imke Herlyn: Unterstützung von Kindern u. Jugendlichen bei sexueller und häuslicher Gewalt
Kinder- u. Jugendberatung phoenix, Göttingen

Kathrin Moosdorf: Kinderschutz in Bremen
Bremer Kinderschutz Bündnis

anschließende Diskussion

Moderation: Dr. Henrike Müller, MdBB
Bündnis 90/DIE GRÜNEN, stellv. Fraktionsvorsitzende