Klimaschutz und Energiewende

Verkehrsstudie: Bremen beim Klimaschutz in der Spitzengruppe

Bremen gehört beim Klimaschutz im Verkehrsbereich zur Spitzengruppe: Der Stadtstaat ist eines von nur drei Bundesländern, in dem der klimaschädliche CO2-Ausstoß des zurückgegangen ist. Das zeigt eine nun veröffentlichte Studie von BUND, Allianz Pro Schiene und anderen. Gute Noten bekommt Bremen auch bei der Verkehrssicherheit und Luftqualität. Die Kehrseite des großen Industriestandortes macht sich mit einem schlechten Platz (13.) bei der Belastung durch Verkehrslärm und mit dem hohen Flächenverbrauch (10. Platz) bemerkbar. Für die Grünen-Fraktion ist der unterm Strich 6. Platz im Länderranking neben der Bestätigung ihrer Verkehrspolitik vor allem Ansporn, noch besser zu werden. Dazu erklärt der verkehrspolitische Sprecher Ralph Saxe: „Der Verkehr muss einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Studie belegt, dass wir dabei mit dem Umbau zur Fahrradstadt vorankommen. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, die Rahmenbedingungen für den Rad- und Fußverkehr ebenso weiter zu verbessern wie den ÖPNV, damit noch mehr Menschen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen. Bremen ist auch eines von wenigen Bundesländern, in denen der Stickstoffdioxid-Grenzwert nicht überschritten wurde. Das muss so bleiben, denn eine gute Luftqualität ist effektiver Gesundheitsschutz für die Menschen in unseren beiden Städten. Deutlich mehr Druck müssen wir machen, um die Belastung von 7,5 Prozent der Bevölkerung durch Verkehrslärm zu verringern. Lärm kann ernsthaft krank machen. In Bremen und Bremerhaven leben zigtausende Menschen entlang der Bahnstrecken. Die Bahn ist in der Pflicht, u.a. mit leiserer Schienentechnik und weiteren Maßnahmen die enorme Lärmbelastung zu verringern. Zugleich gilt es, die Nachtflugbeschränkung konsequent einzuhalten. Nicht zuletzt ist mehr Tempo 30 nötig. Wir haben gerade zusätzliche Tempolimits beschlossen. Unser Ziel bleibt Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit im Stadtverkehr – das entlastet AnwohnerInnen vom Lärm und erhöht die Verkehrssicherheit.“