Soziales und Jugendpolitik

Energieberatung in armutsgeprägten Quartieren bleibt gesichert

Die Informationskampagne zur kostenlosen Energieberatung der Verbraucherzentrale in Quartieren mit hoher Armut und die Beratung zu Bremer Förderprogrammen bleiben auch in diesem Jahr gesichert. Die Deputation für Verbraucherschutz hat dafür heute die entsprechenden Mittel in Höhe von 80.000 Euro freigegeben. Die Grünen-Fraktion erwartet, dass in diesem Jahr armutsgeprägte Quartiere in Bremerhaven mehr von dem Programm profitieren. Dazu erklärt die sozialpolitische Sprecherin Sahhanim Görgü-Philipp:  „Angesichts der hohen Energie- und Wasserpreise stellt das niedrigschwellige Beratungsangebot in den Quartieren mit hoher Armut eine bedeutende Hilfe dar. Durch Aufklärung sowie praktische Einspartipps, die im Alltag sofort umgesetzt werden können, werden Menschen mit schmalem Geldbeutel unmittelbar entlastet. Die Energieeinsparung nützt auch dem Klimaschutz. In diesem Jahr müssen die dezentralen Angebote auch in Bremerhaven deutlich ausgeweitet werden. Der gute Ansatz aus  Bremer Stadtgebieten, ärmere Menschen z.B. über die Quartiersmanager*innen und andere Akteure vor Ort besser für die Energieberatung zu erreichen, muss künftig auch in Bremerhaven verstärkt werden. Sprachbarrieren oder Vorbehalte gegenüber staatlichen Institutionen können durch die persönliche Ansprache überwunden werden, wie die Erfahrung zeigt. Genau das brauchen wir auch in Bremerhaven!“

Hintergrund für das Programm sind die rasant gestiegenen Energiekosten. Damit werden zwei Ansätze verfolgt: Zum einen machen die Mitarbeiter*innen der Verbraucherzentrale die kostenlose Energieberatung bekannter – z.B. durch mehrsprachige Flyer, Veranstaltungen und durch eine stärkere Vernetzung mit Quartiersmanager*innen, Bewohnertreffs, Mütterzentren und anderen Einrichtungen vor Ort. Zum anderen informieren die Mitarbeiter*innen über neue Bremer Förderprogramme etwa zu Balkonsolaranlagen, mit denen sich die Energiekosten senken lassen.