Space Park contra Innenstadt

Space Park contra Innenstadt

"Wenn der vorgesehene Eröffnungstermin des Space Parks im Oktober nächsten Jahres nicht eingehalten werden kann, bekommt das Großprojekt schon vor dem Start ein Marketingproblem," kommentiert die grüne Bürgerschaftsabgeordnete Helga Trüpel die Ankündigung, dass wegen des bisher fehlenden Ankermieters die pünktliche Eröffnung in Frage gestellt ist. "Die Macher verweisen gern auf die angelaufenen Werbeaktivitäten. Bei langfristig planenden Busreiseunternehmen dürfte eine Terminverschiebung für erheblichen Ärger sorgen."


Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helga Trüpel fragt sich besorgt, wie lange sich die Verhandlungen um den wichtigen Ankermieter noch hinziehen sollen. "Der Druck, schnell einen Mieter zu finden, wächst enorm. Das erhöht die Gefahr, dass ein Mieter vom Space Park akzeptiert wird, der nicht das geforderte hochpreisige Angebot repräsentiert. Meine Sorge wächst, dass mit staatlichen Subventionen eine direkte Konkurrenz zur Innenstadt entsteht. Ich befürchte eine Kannibalisierung des Einzelhandels - Sportkaufhaus, Computermarkt, Kino und Hotel sind alles Angebote, die in direkter scharfer Konkurrenz zur Innenstadt stehen. Das mag kein Problem für die Space Park-Macher sein, aber für die Politik. Einer wird beim Poker um die Kunden verlieren, City oder Space Park."