Roland Berger in der Schule - 1 Million Mark für die Katz

Roland Berger in der Schule - 1 Million Mark für die Katz

"Mit seinen Reformvorschlägen zur kostensparenden Schulverwaltung ist Roland Berger auf dem Holzweg. Rein betriebswirtschaftlich mag es Sinn machen, Schulsekretärinnen und Hausmeister abzuschaffen und durch Verwaltungsassistenten zu ersetzen, die stundenweise bei der Bildungsbehörde bestellt werden können. Praktisch ist das blödsinnig. Natürlich brauchen Schulen eine Sekretärin und einen Hausmeister, die sich für "ihre" Schule zuständig fühlen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen," erklärt der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Dieter Mützelburg. Der bildungspolitische Sprecher kritisiert, dass für Roland Berger 1 Million Mark ausgegeben wurde. "Mit dieser Geldverschwendung muss sofort Schluss sein. Ich erwarte von Bildungssenator Lemke, dass Roland Berger von diesem Projekt abgezogen wird."


Die Grünen halten es für möglich, den Verwaltungsaufwand an Schulen erheblich zu senken. Kommentar von Dieter Mützelburg: "Dafür brauchen wir nicht Roland Berger. Der unglaublich hohe bürokratische Aufwand für viele Verwaltungsvorgänge muss vereinfacht werden. Außerdem fehlt eine vernünftige Computerausstattung in den meisten Schulbüros. Die Arbeit könnte wesentlich effektiver erledigt werden, wenn die Schulautonomie ernst genommen würde. Wann bekommen die Schulleitungen endlich eigene Budgets, von denen Anschaffungen bestritten werden können und beispielsweise Hilfskräfte stundenweise eingestellte werden" Bisher besteht die Schulautonomie gerade im Verwaltungsbereich nur auf dem Papier. Die kleinste Entscheidung löst eine Papierflut aus und muss von der Behörde abgesegnet werden. Das muss endlich anders werden."