Musical-Zukunft - Politik der frommen Wünsche

Musical-Zukunft - Politik der frommen Wünsche

"In Sachen Musical-Theater am Richtweg gibt es weder beim Senat, noch bei der SPD einen Kurswechsel. Bei einem neuen Vertrag zu alten Konditionen trägt wieder der Steuerzahler das finanzielle Risiko. Die Fehler beim Subventionsfresser Jekyll & Hyde bleiben ohne Konsequenzen für das Nachfolgeprojekt Hair," kritisiert die grüne Bürgerschaftsabgeordnete Helga Trüpel den geplanten Vertragsabschluss zwischen Bremen und dem Unternehmer Klaus-Peter Schulenberg."


Als "Politik der frommen Wünsche" bezeichnet die Grüne den heutigen Beschluss des SPD-Fraktionsvorstands zur Zukunft des Musicals: "Vollmundig wird eine längere Spieldauer mit hochwertigen Produktionen gefordert und erklärt, dass es keinen Verdrängungswettbewerb mit vorhandenen Bremer Veranstaltungsstätten geben dürfe. Das ist reines Wunschdenken. Nach dem absehbaren Aus für das Musical Hair wird der Veranstalter Schulenberg sein staatlich subventioniertes Theater natürlich für die von ihm promoteten Events nutzen. Dann wird das Haus am Richtweg natürlich eine Konkurrenz für die Stadthalle, Pier 2, die Glocke und das Goethe-Theater."


Helga Trüpel kritisiert, dass der Senat um jeden Preis am Musical für Bremen festhalten will: "Es wurde nie sachlich geprüft, wie teuer die Aufgabe der Musicalträume unterm Strich kommt. Ein Vergleich mit den Kosten der beibehaltenen Subventionspraxis ist deshalb nicht möglich."