Cash & Carry-Zentrum im Überseehafen - Wirtschaftsressort plant neuen Deal mit Fegro

Cash & Carry-Zentrum im Überseehafen - Wirtschaftsressort plant neuen Deal mit Fegro

"Die unsinnige Großmarktansiedlung samt Frischezentrum im Überseehafen ist zur Prestigefrage für Wirtschaftssenator Hattig geworden, die auf Gedeih und Verderb durchgesetzt werden muss. Die Firma Fegro ist offenkundig nur dann bereit, den ersehnten Cash & Carry Markt nicht in Arsten, sondern im Hafen zu bauen, wenn die Entscheidung durch ein Millionengeschenk des Senats versüßt wird," kommentiert die grüne Bürgerschaftsabgeordnete Helga Trüpel Pläne des Wirtschaftsressorts, den Bebauungsplan für den Arsterdamm zu ändern, damit dort ein Einkaufszentrum gebaut werden kann. Der Wert des Grundstücks würde dadurch sprunghaft steigen. "Die Grünen lehnen die Änderung des Bebauungsplans ab. Der fatale Kuhhandel könnte im Endeffekt das Ende für das Nebenzentrum Kattenturm bedeuten, das ums Überleben kämpft. Ein weiteres Einkaufszentrum in direkter Nachbarschaft würde die Pläne des Bauressorts zur Stärkung der Nebenzentren ad absurdum führen."


Zur Erinnerung: Auf dem Gelände des ehemaligen Edeka-Lagers am Arsterdamm sollte ursprünglich ein Cash & Carry-Zentrum der Firma Fegro entstehen. Um das zu verhindern und die Firma für den Standort Überseehafen zu begeistern, sollte im Februar dieses Jahres die BIG das Arster Grundstück für 28,4 Millionen Mark kaufen und dem Fegro-Konzern im Gegenzug das Gelände neben dem neuen Großmarkt für günstige 3,1 Millionen Mark anbieten. Kommentar von Helga Trüpel: "Nachdem dieser Deal geplatzt ist, versuchen die Strategen im Wirtschaftsressort jetzt mit einer neuen Variante, ihren alten Plan durchzusetzen. Ich erwarte von den CDU- und SPD-Abgeordneten, dass sie diesen Deal ablehnen und die unselige Großmarktansiedlung stoppen."