Affenschande geht weiter

Affenschande geht weiter

"Entgegen der ursprünglichen Behauptung stellt sich nun heraus, dass die Affenversuche von Anfang an auf Dauer angelegt waren", moniert Hermann Kuhn, wissenschaftspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Der Bürgerschaftsabgeordnete kritisiert die gestrige Entscheidung von Senatorin Adolf, die Affenversuche für weitere 3 Jahre zu genehmigen. Obwohl der Bremer Hirnforscher Andreas Kreiter bisher noch keine nennenswerten Ergebnisse liefern konnte, darf er mit bis zu 20 Affen weiter experimentieren - so lange, bis "alternative Methoden" die Versuche ersetzen. Über die Anschaffung der dafür notwendigen Kernspintomographen wird bereits seit 3 Jahren verhandelt; ein entsprechendes Gerät steht noch immer nicht bereit. "Damit geht die Tierqälerei weiter. Daran ändern auch die angeblich schärferen Auflagen nichts", sagt Hermann Kuhn.


Die Grünen fordern die Hochschule auf, die für die Affenforschung eingesetzten Mittel zu stoppen und die Tierquälerei schnellstmöglich zu beenden. "Der Rang des Tierschutzes in der Landesverfassung muss endlich berücksichtigt werden. Was mit einem politischen Fehler begonnen hat, muss mit einer politischen Entscheidung beendet werden", erklärt Hermann Kuhn.