Senatsbeschluss zum Öko-Dorf - engstirnig und kleinkariert

Senatsbeschluss zum Öko-Dorf - engstirnig und kleinkariert

Den heutigen Senatsbeschluss, die Öko-Dörfler in absehbarer Zeit von der Lesum zu vertreiben, nennt die grüne Fraktionssprecherin Helga Trüpel ein Armutszeugnis für die ehemals hanseatisch-liberale Metropole Bremen. "Die Senatsentscheidung ist kleinkariert und piefig. Alles was nicht ins engstirnige, kleinbürgerliche Weltbild der CDU-Altvorderen passt, soll weichen - und die Bremer Sozialdemokraten machen bei dieser üblen Provinzposse mit. Eine alternative Lebensform, die niemanden gestört hat, wird der Profilierungssucht des CDU-Senators Perschau geopfert," kritisiert die grüne Politikerin.


Helga Trüpel ist empört über die kompromisslose Vorgehensweise der großen Koalition: "Es besteht keinerlei Sachzwang für die Räumung des Geländes. Ohne Not wird ein Exempel statuiert. Kein anderer Nutzer für das Öko-Dorf-Gelände ist in Sicht, und die benachbarten Golfer dürfen bis mindestens zum Jahr 2006 ihre Greens nutzen."


Der vom Senat beauftragte "externe Moderator" der Verhandlungen, Peter Kudella, ist in den Augen der Grünen kein neutraler Verhandlungspartner. Kommentar von Helga Trüpel: "Wenn ein ehemaliger CDU-Fraktionsvorsitzender zum neutralen Moderator ernannt wird, setzt das dem Ganzen die Krone auf."