Grüne gegen Personalabbau in JVA Blockland

Grüne gegen Personalabbau in JVA Blockland

"Die Situation in der Jugendvollzugsanstalt (JVA) Blockland ist an der Grenze des Zumutbaren angekommen. Angesichts der schlechten Personalsituation ist nur noch ein Mindestmaß an Betreuung und Erziehung der dort inhaftierten Jugendlichen gewährleistet. Die Kritik des ehrenamtlichen Anstaltsbeirats an den Zuständen ist der Sache nach berechtigt und sollte vom Justizressort nicht einfach abgebügelt werden", erklärt der grüne Bürgerschaftsabgeordnete Hermann Kuhn mit Blick auf die gestrige Sitzung des Rechtsausschusses in der JVA Blockland. Die Grünen lehnen den geplanten weiteren Personalabbau ab. "Die Resozialisierung der Jugendlichen muss im Vordergrund stehen. Wenn weiter bei der Erziehung und Betreuung der Jugendlichen gespart wird, sinken die Chancen für einen Neuanfang nach der Haft."


Hermann Kuhn erinnert in diesem Zusammenhang an die gesetzlich festgelegten Aufgaben des Jugendstrafvollzugs und zitiert aus § 91 Jugendgerichtsgesetz:


"Durch den Vollzug der Jugendstrafe soll der Verurteilte dazu erzogen werden, künftig einen rechtschaffenen und verantwortungsbewussten Lebenswandel zu führen. Ordnung, Arbeit, Unterricht, Leibesübungen und sinnvolle Beschäftigung in der freien Zeit sind die Grundlage dieser Erziehung. Die beruflichen Leistungen des Verurteilten sind zu fördern..."


Immer weniger Personal steht zur Verfügung, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Kommentar von Hermann Kuhn : "Die Arbeit in der JVA muss endlich auf eine verlässliche Grundlage gestellt werden. Das ist Aufgabe des Justizsenators. Wie sollen vor Ort Konzepte entwickelt und umgesetzt werden, wenn ständig neue Sparrunden Fakten schaffen."