Pressemitteilung | | 04.04.2017

Übergangsklassen für verhaltensauffällige SchülerInnen einrichten

Manche Schüler sprengen durch ihre Verhaltensauffälligkeiten den Rahmen eines normalen Unterrichts. Bis zu 50 von ihnen werden derzeit im Förderzentrum an der Fritz-Gansberg-Straße von SonderpädagogInnen unterrichtet. Die Fritz-Gansberg-Schule ist jedoch nach dem Bremischen Schulgesetz nur noch bis zum 31. Juli 2018 zugelassen. Vor diesem Hintergrund fordert die Grünen-Fraktion, das Förderzentrum noch drei Jahre länger bis zum 31. Juli 2021 weiter zu betreiben. Vor der endgültigen Schließung der Gansberg-Schule wollen die Grünen an den Regelschulen  die Voraussetzungen für die Inklusion von Schülern mit dem sog. sozial-emotionalem Förderbedarf geschaffen wissen. Dafür sollen bereits ab dem Schuljahr 2018/19 in Anlehnung an erfolgreiche Modelle in Berlin und Hamburg sog. Übergangsklassen an einigen Schulen auf deren Antrag eingerichtet werden, um dort verhaltensauffällige Schüler zu unterrichten. Dieses Übergangsmodell erfordert zusätzliche SonderpädagogInnen und weitere Ressourcen, für die die entsprechenden Mittel im Haushalt veranschlagt werden müssen. Das sieht ein Antrag (s. PDF-Anhang) vor, den die Grünen-Fraktion nun auf den Weg gebracht hat.

Übergangsklassen an allgemeinbildenden Schulen sind eine erfolgsversprechende Alternative zum Förderzentrum, betont der bildungspolitische Sprecher Matthias Güldner: „Wir wollen ein abruptes Ende der Fritz-Gansberg-Schule vermeiden, weil die anspruchsvolle Arbeit mit extrem verhaltensauffälligen Schülern die Regelschulen aktuell noch überfordern würde. Ehe das Förderzentrum geschlossen wird, wollen wir an den Schulen die Voraussetzungen für einen gelingenden Übergang zur Inklusion auch dieser Schüler schaffen. Ziel ist, für diese Kinder einen (Rück-)Weg zu einem guten Schulverlauf und möglichen Abschluss aufzuzeigen und gleichzeitig den Unterricht in den Regelklassen zu entlasten. Die positiven Erfahrungen mit sog. Übergangsklassen in Berlin und Hamburg zeigen, dass dies möglich ist.“

Beim ‚Projekt Übergangsklasse‘ besuchen verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche eine normale Schule. Sie werden für einige Stunden am Tag aus der Klasse herausgenommen, damit SonderpädagogInnen in sog. Übergangsklassen in Kleingruppen mit ihnen arbeiten können. Zu diesem Modell gehören regelmäßige Fallbesprechungen von LehrerInnen und Jugendhilfe. Ebenso ist ein regelmäßiger und intensiver Austausch mit den Eltern Teil des Konzepts.

 

 

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