Pressemitteilung | | 14.02.2017

Sozialleistungsbeziehende können mehr für Kaltmiete ausgeben

Wer auf Sozialleistungen angewiesen ist, kann in Bremen künftig mit mehr Geld für die Kaltmiete rechnen.  Die Wohnung eines Singles darf fortan 455 Euro statt bisher 377 Euro kosten. Das ist ein Plus von gut 20 Prozent. Ein Paar kann 464 Euro, eine Familie mit einem Kind 578 Euro und eine Familie mit zwei Kindern bis zu 633 Euro für die Kaltmiete ausgeben. In besonders nachgefragten Stadtteilen kommen noch Zuschläge hinzu: In Findorff, Oberneuland, Östliche Vorstadt und Walle kommen auf den Richtwert 10 Prozent oben drauf, in der Neustadt und Überseestadt 15 Prozent und in Schwachhausen, Mitte, Horn-Lehe und Borgfeld 25 Prozent. Die höheren Richtwerte für die Kosten der Unterkunft und die Wohnlagenzuschläge hat der Senat heute auf der Grundlage eines Gutachtens beschlossen, das die reale Situation am angespannten Bremer Wohnungsmarkt u.a. durch die Auswertung von tatsächlichen Angebotsmieten in Online- und Printmedien berücksichtigt. Die Grünen-Fraktion bewertet die Anhebung der Richtwerte positiv und wird der entsprechenden Verwaltungsanweisung in der Sozialdeputation zustimmen.  Dazu erklärt die sozialpolitische Sprecherin Sahhanim Görgü-Philipp: „Damit sind drohende Umzugsaufforderungen vom Tisch. Mit der jetzt erfolgten Erhöhung wird es für die Betroffenen deutlich leichter, sich ihre tatsächlichen Wohnkosten erstatten zu lassen bzw. eine angemessene Wohnung zu finden. Das entspannt insbesondere auch für Singles die Situation, die bei den Mietkosten die Vorgaben nur noch schwer erfüllen konnten. Wir wollen aber auch zusammen mit dem Bauressort den Bereich der Single-Wohnungen intensivieren. Die Zuschläge in besonders begehrten Stadtteilen tragen dazu bei, die soziale Durchmischung der Wohnquartiere beizubehalten. Das ist die richtige Reaktion auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt. Damit kann für viele Menschen der Gang zum Sozialgericht vermieden werden. Die Anpassung der Richtwerte zeigt aber auch, dass in Bremen mehr günstige Wohnungen erforderlich sind. Dafür ist das millionenschwere Wohnraumförderprogramm mit seiner Sozialquote von 25 Prozent ein wichtiger Schritt.“

 

 

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