Pressemitteilung | | 01.03.2017

Nachtflugbeschränkung konsequent vorantreiben

Zum Schutz vor nächtlichem Fluglärm hat Bremen zu Jahresbeginn die Gebührenordnung reformiert. Flugverspätungen werden nun im Minutentakt teurer, wie aus der Vorlage für die heutige Wirtschaftsdeputation hervorgeht. Landet ein Flugzeug zwischen 22.31 Uhr und 23.00 Uhr, wurden bislang pauschal 100 Euro fällig. Künftig sind es bis zu 270 Euro. In der Zeit bis Mitternacht steigt die Gebühr auf bis zu 750 Euro (bisher 300 Euro), bis 00.31 Uhr auf 998 Euro (bisher 500 Euro) und ab 00.32 Uhr auf bis zu 1000 Euro (bislang 500 Euro). Das soll Fluggesellschaften einen Anreiz bieten, ihre Nachtflüge zeitlich nach vorne zu verlagern. Die Grünen-Fraktion trägt die neu gestaffelten Nachtflug-Gebühren mit, erwartet aber spätestens nach einem Jahr eine Auswertung samt Benchmark-Bericht zur Höhe der Nachtflug-Gebühren an anderen Airports. Die Grünen wollen ferner geprüft wissen, ob die Nachtflug-Gebühren für einen verbesserten Lärmschutz am Boden des Flughafens verwendet werden können. Nicht zuletzt pocht die Fraktion auf die überfällige Einführung von schadstoffabhängigen Entgelten.

Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin Maike Schaefer: „Zwar ist die Anzahl der Nachtflüge seit der Einführung von Gebühren von über 2500 im Jahr 2010 auf jährlich unter 1800 Nachtflüge zurückgegangen. Allerdings war zuletzt wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Der Flughafen liegt quasi mitten in der Stadt, die gut 100.000 Menschen in seiner Umgebung haben ein Anrecht auf Nachtruhe. Wir wollen die Lärmbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering und erträglich wie möglich gestalten. Dazu gehört, die Nachtflugbeschränkung konsequent einzuhalten. Ob die neue Gebührenordnung dazu wirksam beiträgt, wollen wir nach einem Jahr überprüft und ggf. in punkto Gebührenhöhe nachgebessert wissen. Uns ist außerdem wichtig, den Lärmschutz am Boden des Airports zu verbessern.“

Als überfällig bezeichnet Maike Schaefer die Ankündigung, noch in diesem Jahr schadstoffabhängige Entgelte einzuführen. „Wir wollen, dass umweltfreundliche Flugzeuge bei den Landegebühren belohnt werden. Der geringere Schadstoffausstoß verbessert die Luftqualität. Das ist zugleich für die Menschen in den Wohngebieten rund um den Flughafen wichtig“, unterstreicht Maike Schaefer.

 

 

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