Pressemitteilung | | 26.04.2018

Jacobs University soll eng mit öffentlichen Hochschulen kooperieren

Angesichts der heute vom Senat in der Fragestunde des Landtages präsentierten Lösung zur aktuellen Überwindung der finanziellen Schwierigkeiten der Jacobs University erwartet die Grünen-Fraktion, dass Bremen die JUB für den Hochschulstandort mehr in die Pflicht nimmt und ein Konzept für engere Kooperationen mit den öffentlichen Hochschulen entwickelt. Zugleich sehen die Grünen den sozialpolitisch fragwürdigen Vorstoß aus der SPD kritisch, im Gegenzug allen Studierenden der staatlichen Hochschulen die Verwaltungsgebühr von jährlich 74 Euro pro Kopf zu erlassen. Das ergibt eine Summe von über vier Millionen Euro pro Jahr, die nach Ansicht der Grünen in der weiteren Verbesserung der Studienbedingungen wie insbesondere der Stärkung der Lehre nachhaltiger und zielgenauer angelegt ist. Dazu erklärt die wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Henrike Müller: „Als Grüne erkennen wir an, dass sich die JUB als ein zentraler Bestandteil des Bremer Hochschulstandortes etabliert hat und auch ihre Bedeutung für Bremen im Allgemeinen und die Strukturentwicklung in Bremen-Nord im Speziellen weiterhin hoch ist. Daher stehen wir der nun vom Senat gefundenen Lösung nicht im Wege. Trotzdem sehen wir die hiermit faktische Ungleichbehandlung von Studierenden an Bremer Hochschulen weiterhin kritisch. Wir erwarten deshalb ab sofort die grundsätzliche Abkehr des Senats von einer vorrangig wirtschaftspolitischen Verortung der JUB. Die JUB muss deutlich mehr als Teil des Bremer Hochschulraums wahrgenommen und in die Pflicht genommen werden. Wir erwarten vom Senat ein Konzept, das aufzeigt, wie die mittelfristigen konzeptionellen Planungen hier aussehen und welche konkreten Schritte für eine engere Kooperation zwischen der JUB und den öffentlichen Hochschulen möglich sind. Wir Grünen machen uns dafür stark, dass gerade auch die Bedingungen an den staatlichen Hochschulen in Bremen besser werden, ganz konkret etwa die Vorlesungen kleiner werden und die Raumausstattung besser wird. Mit dem Vorschlag der SPD, den Studierenden die Verwaltungsgebühr zu erlassen, kommen wir hierbei jedoch keinen Schritt weiter. Daher haben wir noch Diskussionsbedarf. Es bedarf aus unserer Sicht deutlich stärkerer finanzieller Bemühungen, um die Studien- und Lehrbedingungen auch an den staatlichen Hochschulen weiter zu verbessern.“

 

 

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