Pressemitteilung | | 06.02.2018

Bremer Aktionsplan für mehr Biokost nützt Mensch und Umwelt

Bremen tischt bis spätestens 2022 in Kitas und Schulen nur noch Fleisch aus ökologischer Erzeugung auf. Bremen macht sich damit auf den Weg zu einer Ernährungswende in öffentlichen Einrichtungen, die den Menschen, der Umwelt und dem Tierschutz dient. Noch in diesem Jahr werden auch die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei der Verpflegung der Kinder und Jugendlichen in allen Kitas und Schulmensen verbindlich. Die DGE empfiehlt für diese Altersgruppen höchstens zwei Mal pro Woche ein Fleischgericht. Auch in den städtischen Krankenhäusern sollen künftig mehr Bio-Produkte auf den Teller kommen – ihr Anteil soll bis 2024 von derzeit 5 Prozent auf mindestens 20 Prozent erhöht werden. Nicht zuletzt werden die Beschaffungsrichtlinien und Pachtverträge angepasst – letzteres ist auch nötig, um in öffentlichen Kantinen den hohen Anteil der Fertigprodukte zu Gunsten einer gesünderen Ernährung zurückzudrängen und die DGE-Standards zu verankern. Das sieht der Aktionsplan für gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadt Bremen vor, den der Senat nun beschlossen hat.

Das ist ein Erfolg für die vielen BremerInnen, so der ernährungs- und agrarpolitische Sprecher Jan Saffe, die einen entsprechenden Bürgerantrag eingereicht hatten: „Der Aktionsplan ist eine gute Entscheidung für die 20.000 Kinder und Jugendlichen, die täglich in städtischen Kitas und Schulen verpflegt werden. Sie profitieren unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern von einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Die schrittweise Umstellung auf 100 Prozent Bio-Fleisch in Kitas und Schulen ist Bremens Beitrag zum Ausstieg aus der Massentierhaltung. Die Massentierhaltung hat mit der hohen Nitrat-Belastung von Böden und Grundwasser sowie der hohen Antibiotika-Belastung negative Folgen für Mensch und Umwelt. Bremen selbst hat zwar keine Massentierhaltung, die Stadt hat aber als Großkonsumentin eine Verantwortung. Wir sorgen dafür, dass sie ihre Verbrauchermacht im Sinne von Mensch, Umwelt und Tierschutz wahrnimmt. Selbstverständlich müssen Kitas und Schulen durch Fortbildungen und Begleitung bei der Umsetzung des Aktionsplans unterstützt werden. Eine ausgewogene Ernährung hat nachweislich positive Effekte auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Deshalb ist es richtig, dass der Aktionsplan in puncto gesunder Ernährung auch bei den Kliniken und öffentlichen Kantinen ansetzt. Die jetzt im Aktionsplan verbindlich verankerten DGE-Standards für Mensen, Kitas und Krankenhäuser sind eine gute Hilfe, um die Ziele zu erreichen.“

 

 

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