Pressemitteilung | | 13.06.2018

Bremen im Fokus des Diesel-Skandals: Mercedes muss umsteuern!

Angesichts des Pflichtrückrufs für bundesweit 238.000 Daimler-Fahrzeuge, von denen viele im Bremer Mercedes-Werk produziert wurden, fordert die Grünen-Fraktion ein schnelles Umsteuern der Konzernspitze: Statt kosmetischer Reparaturen mit Software-Updates sind unverzüglich verpflichtende Nachrüstungen am Motor auf Kosten der Autoindustrie nötig. Zugleich muss Daimler wie auch andere deutsche Autokonzerne deutlich mehr Schwung bei der Entwicklung und Produktion von emissionsfreien Antrieben entwickeln. Erforderlich ist nicht zuletzt eine andere Verkehrspolitik mit blauer Plakette, mit dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Förderung des Radverkehrs. Die aktuelle Rückrufaktion ist ein weiteres Indiz dafür, so der verkehrspolitische Sprecher Ralph Saxe, dass nicht weniger als die Zukunft der deutschen Autoindustrie und damit Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen: „Mit dem amtlichen Rückruf für Mercedes-Modelle aus Bremen droht das Vertrauen in den Autokonzern vollends verloren zu gehen. Die Daimler-Konzernspitze muss endlich erkennen, dass es nur eine Antwort auf den Diesel-Skandal geben kann: raus aus dem Verbrennungsmotor, rein in die emissionsfreien Antriebe. Wer diesen technologischen Wandel verpennt, verliert seine Wettbewerbsfähigkeit. Schließlich legen andere Länder längst Quoten für Elektroautos fest, Exporte von Diesel-Pkw werden somit schwieriger. Das Bremer Mercedes-Werk ist mit über 12.500 MitarbeiterInnen der größte Arbeitgeber in der Region. Das weitere Aussitzen des Diesel-Skandals hat absehbar auch negative Auswirkungen auf unseren Standort. Wir gehen davon aus, dass Bürgermeister Carsten Sieling das Gespräch mit der Konzernleitung in Sindelfingen sucht, um unsere Sorge um die Beschäftigten und unsere Erwartungen an eine emissionsfreie Automobilität deutlich zu machen.“

 

 

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