Pressemitteilung | | 23.02.2017

Baugemeinschaften mehr unterstützen

Baugemeinschaften stärken mit gemeinschaftlichem Wohnen den Zusammenhalt in Nachbarschaften, tragen zur sozialen Stabilität der Quartiere bei und entlasten häufig den Mietwohnungsmarkt. Zwar unterstützt die Stadt diese Zusammenschlüsse von Privatpersonen, die gemeinsam zur Eigennutzung oder Vermietung bauen oder umbauen wollen, seit 2013 mit einer Koordinierungsstelle und reserviert für sie Grundstücke z.B. im neuen Hulsberg-Quartier (Pilotprojekt mit ca. 30 Wohneinheiten, weitere sollen folgen), am Dedesdorfer Platz (ca. 60 WE) oder auch in der Gartenstadt Werdersee (ca. 30 WE). Gleichwohl fristen Baugemeinschaften trotz ihrer positiven Effekte in Bremen bisher eher ein Schattendasein, wie ein Verwaltungsbericht für die heutige Baudeputation zeigt. Das hat Gründe: So sind etwa Verzögerungen beim Grundstückskauf oder auch die Planung und Vorfinanzierung von Erschließungen durch einen dazwischen geschalteten Investor für Baugemeinschaften problematisch. Um diese gemeinschaftliche Wohnform stärker zu etablieren, will die Grünen-Fraktion die Rahmenbedingungen für Baugemeinschaften nun weiter verbessern. Künftig soll es nach Ansicht der Fraktion ein klar definiertes Zeitfenster geben, in dem sie ihr Projekt präzisieren und den Grundstückserwerb abwickeln können. Die öffentliche Hand soll Grundstücke bereits erschlossen an Baugemeinschaften verkaufen. Wo immer die Stadt neues Wohnbauland veräußern will, soll auch die Eignung für Baugemeinschaften geprüft werden. Nicht zuletzt will die Grünen-Fraktion die bisherige Verrechnung von Sozialquote und Baugemeinschaften aufgeben, weil sich das nicht bewährt hat. Und die Grundstücke sollen zum Festpreis nach Verkehrswert verkauft werden.

Der baupolitische Sprecher Robert Bücking betont: „Bremen muss sich mehr anstrengen, um die Potenziale von Baugemeinschaften zu nutzen. Dieses gemeinschaftliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern ist gut für die Stadtentwicklung. Baugemeinschaften sorgen nicht nur für mehr Miteinander in den Quartieren. Sie schaffen auch Wohneigentum und entlasten damit den Mietwohnungsmarkt. Wir wollen Baugemeinschaften in Bremen aus einer noch seltenen Spezies zu einer Selbstverständlichkeit machen. Wir wollen Baugemeinschaften die Durchführung ihrer Projekte erleichtern. Gute Chancen für Baugemeinschaften können auch den einen oder anderen überzeugen, das Leben in der Stadt dem Einfamilienhaus im Umland vorzuziehen.“

 

 

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