Große Anfrage „Inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen fördern“

Mit einer Großen Anfrage an den Senat wollen die Grünen den aktuellen Stand inklusiver Beschulung von sog. verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern in Bremen in Erfahrung bringen. Zuständig ist Matthias Güldner, bildungspolitischer Sprecher der Grünen.

Die Große Anfrage vom 15. Juni 2017, Drucksache 19/1127 und die Antwort des Senats vom 19. September 2017, Drucksache 19/1244

In der Sitzung der Bürgerschaft Landtag am 26. April 2018 wurde die Große Anfrage debattiert.

Matthias Güldner stellte im Landtag klar: „Inklusion bedeutet nicht Nivellierung. Das Motto richtig verstandener Inklusion muss lauten: Nicht die behinderten Kinder sind ‚Inklusionskinder‘, sondern jedes Kind ist ein Inklusionskind. Inklusion, das sind wir alle. Eine Haltung, die offensichtlich und verständlicherweise angesichts der Größe und des Tempos der Veränderungen noch wachsen muss und kann.“

Bezüglich der Kinder mit sozial-emotionalen Beeinträchtigungen sei es ein guter und richtiger Schritt, dass nun die Möglichkeit besteht, diese Kinder vorübergehend und mit dem ausdrücklichen Ziel der Wiedereingliederung in Kleingruppen zusammenzuziehen. 

Mit Blick auf die beim Verwaltungsgericht anhängige Klage des Gymnasiums Horn brachte Matthias Güldner die Überzeugung zum Ausdruck, dass nicht gerichtliche Auseinandersetzungen der richtige Weg zur Öffnung verhärteter Positionen und positiven Entwicklung der Inklusion seien, sondern dass nur der Meinungsaustausch und Dialog zur nachhaltigen Verständigung führt.