Antrag „Jugendliche gut in Ausbildung und Berufsfindung beraten – dafür braucht Bremen aussagekräftigere Statistiken bei der Bundesagentur für Arbeit“

Damit systematisch festgestellt werden kann, wo Jugendliche, die die Schulen verlassen, landen, muss der Datenaustausch zwischen der Jugendberufsagentur Bremen und Bremerhaven und der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) verbessert werden. Die Fraktionen von SPD und Grünen fordern den Senat nun auf, der Bürgerschaft über die Ergebnisse der Verhandlungen bis zum Herbst 2017 zu berichten und eine Bundesratsinitiative zur Verbeserung des Datenaustausches zwischen den relevanten Stellen zu ergreifen, falls die derzeitigen Bemühungen erfolglos bleiben. Zuständig für die Grünen ist die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Sülmez Dogan.

Der Antrag vom 4. April 2017, Drucksache 19/1013

In der Sitzung der Bürgerschaft Landtag am 11. Mai 2017 wurde der Antrag beschlossen.

Anhand eines Beispiels machte Sülmez Dogan ein zentrales Problem in der Bürgerschaftsdebatte deutlich: „Zurzeit wird bei der Bundesanstalt für Arbeit nicht erhoben, wie viele Jugendliche sich als ‚Ausbildungsplatz-Interessierte‘ melden, und wie viele von ihnen dann als ‚nicht ausbildungsreif‘ beurteilt werden.“ Dadurch fallen junge Menschen durch das Unterstützungsnetz der Jugendberufsagentur. „Wenn wir den jungen Menschen, die das nicht aus eigener Anstrengung schaffen, bei einem guten Start ins Berufsleben helfen wollen, braucht es verlässliche Zahlen und Statistiken des Landes und der Bundesagentur für Arbeit, damit wir keinen Jugendlichen unterwegs verlieren!“