Bündnis 90/Die Grünen - Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

Springe direkt zu: ContentbereichHauptnavigationSuche


neues Homepage-LogoBilderleiste

ServiceNavigation


Suche


Hauptnavigation


Sie sind hier:

 
  1. Startseite
  2. Themen A-Z 
  3. Lesben 

Lesben

Eine demokratische Gesellschaft lebt von ihrer Vielfalt. Dazu gehört selbstverständlich auch die Vielfalt von Lebensweisen und sexueller Identitäten. Für Lesben und Schwule ist indes Diskriminierung vielfach noch Alltag. Das betrifft an vorderster Stelle die rechtliche Ungleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher PartnerInnen. Gleichgeschlechtliche Paare haben aus grüner Sicht den gleichen Anspruch auf volle rechtliche Absicherung ihrer Lebensgemeinschaft durch den Staat wie heterosexuelle Lebensgemeinschaften. Deshalb muss die volle Gleichstellung schwuler und lesbischer Lebensgemeinschaften mit der bürgerlich-rechtlichen Ehe erfolgen. Wir haben im Bundesrat eigene Initiativen eingebracht, um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben zu erreichen. Die Grünen treten jeglicher Form von Homophobie entschieden entgegen.

Familie [Quelle: Eigens Bild]

   
In Bremen haben wir bereits kurz nach Regierungsantritt das Beamtenrecht dahingehend geändert, dass eingetragene Lebenspartnerschaften der Ehe gleichgestellt werden. Damit hat Bremen als erstes Bundesland  für schwule und lesbische Lebenspartner das gleiche Dienst-, Besoldungs- und Versorgungsrecht wie für Ehepaare geschaffen. Die hinterbliebenen PartnerInnen schwuler Beamter und lesbischer Beamtinnen erhalten künftig Pensionen und haben Vorteile in der Krankenversicherung. Damit haben wir eine langjährige Ungerechtigkeit beendet. Außerdem haben wir endlich die Gebührenordnung für eingetragene Lebenspartnerschaften jener bei Eheschließungen angepasst – zuvor mussten Menschen, die ihre Lebenspartnerschaft eintragen ließen, ohne nachvollziehbaren Grund für die gleiche Verwaltungsleistung tiefer ins Portemonnaie greifen.

Die in Teilen der Gesellschaft immer noch vorhandene Ablehnung gleichgeschlechtlicher Lebensformen zeigt, dass das Werben um mehr Toleranz und die Aufklärungsarbeit nicht nachlassen darf. Die Schulen sind dafür ein geeigneter Ort. Wir befürworten die Darstellung lesbischer und schwuler Lebensformen als gleichberechtigte Lebensformen in Unterrichtsmaterialien und als Thema in Unterrichtsfächern wie Ethik, Religion oder auch Deutsch. Dazu zählt ferner, im Biologieunterricht im Hinblick auf die große Gefährdung Jugendlicher durch HIV auch schwulen und lesbischen „Safer Sex“ vorurteilsfrei zu thematisieren. Schülerinnen und Schüler sollen auch künftig in Schulbibliotheken Zugang zu altersspezifischer Literatur zu den Themen „lesbisch sein“ und „schwul sein“ haben.

Insbesondere Jugendliche haben Probleme mit der Findung ihrer sexuellen Identität. Weil sie im Elternhaus und in der Schule nicht immer wirksame Unterstützung finden, müssen die MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit dazu befähigt werden, lesbische und schwule Jugendliche im Prozess ihres Coming Out zu unterstützen. Sie sollen weiterhin bei Aus- und Fortbildungen sowohl über schwule und lesbische Lebensweisen als auch über die Probleme bei der Fixierung auf eine heterosexuelle Rollenerwartung informiert werden.

Für Lesben und Schwule besteht in der Phase ihres Coming Out ebenso intensiver Bedarf nach Beratung und Hilfe wie bei sozial-rechtlichen und medizinischen Fragen sowie Beziehungsproblemen. Wir unterstützen daher die bereits bestehenden Beratungsstellen für Schwule und Lesben wie das „Rat & Tat Zentrum.

Lesben und Schwule werden wie alle BremerInnen älter. Die Grünen setzen sich deshalb für die Berücksichtigung der lesbischen und schwulen SeniorInnen in der städtischen Pflegebedarfsplanung ein. Die Bereitstellung von Zimmern für gleichgeschlechtlich empfindende Paare sollte in Alten- und Pflegewohnheimen ebenso selbstverständlich sein wie die Fortbildung und Sensibilisierung des Pflegepersonals für dieses Thema. Wir unterstützen gleichgeschlechtliche Alterswohngemeinschaften.

 

 

 

Zusätzliche Information

Björn Fecker

Ihr Abgeordneter

Zuständige Referentin

Verwandte Themen