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Frieden und Sicherheit, mehr globale Gerechtigkeit und Klimaschutz können nur gemeinsam erreicht werden. Entwicklungszusammenarbeit ist dabei ein Teil, um Armut zu bekämpfen, Menschenrechte und Demokratie zu stärken, soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür muss sich Bremen weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen. Für uns Grüne fußt Bremens Entwicklungszusammenarbeit auf drei Säulen: der Unterstützung von nachhaltigen Projekten in den Ländern des Südens, der Förderung des Fairen Handels und des zivilgesellschaftlichen Engagements im entwicklungspolitischen Bereich. Die Auszeichnung als 'Hauptstadt des fairen Handels' ist ein Beleg dafür, dass Bremen auf seinem Weg zu einer nachhaltigen Stadt vorankommt und dabei auch seinen Teil globaler Verantwortung wahrnimmt.
![Entwicklungszusammenarbeit [Quelle: ©iStockphoto.com/juanljones] Entwicklungszusammenarbeit [Quelle: ©iStockphoto.com/juanljones]](../../../media/91/91143.entwicklungszusammenarbeit_quelle_istock.jpg)
Für Pflastersteine schuftende Kinder, vergiftete ArbeiterInnen in der Computerindustrie oder auch endlose Überstunden zu Hungerlöhnen in der Herstellung von Textilien – gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur leistet fairer Handel einen wichtigen Beitrag. Mit grüner Regierungsbeteiligung hat Bremen deshalb mit der Umstellung auf die faire und ökologische Beschaffung begonnen, um so seine Marktmacht für Verbesserungen zu nutzen. Das Ziel: grundsätzlich sollen nur noch fair produzierte und gehandelte Güter beschafft werden. Das gilt es schrittweise unter Beteiligung der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) umzusetzen. Nötig ist eine produktbezogene Einkaufsstrategie. Nicht zuletzt muss geklärt werden, wie die Kontrolle der neuen Standards bewerkstelligt werden kann. Ein großer Nachteil ist dabei das Versagen des Bundes. Bisher muss jede Kommune selbst Standards für die faire Beschaffung entwickeln und überlegen, wie sie sie einhalten kann. Würde der Bund diese Aufgabe übernehmen und Unternehmen ermöglichen, sich für ein zentrales Register zu qualifizieren, würde das der nachhaltigen Auftragsvergabe einen Schub verleihen. Doch Union und FDP fehlt der Wille, gegen unfaire und unsoziale Handelspraktiken aktiv zu werden.
Der Klimawandel hat schon heute insbesondere in armen Ländern verheerende Auswirkungen. Bremen hat große Kompetenzen im Bereich der Umwelttechnologien. Mit dem Aufbau von Entwicklungspartnerschaften für Klima- und Ressourcenschutz wollen wir dazu beitragen, diese globale Aufgabe zu bewältigen.
Informations- und Bildungsarbeit hat das Ziel, in den Industrieländern das Bewusstsein für die Problemlagen des Südens zu schärfen sowie den Anstoß für Verhaltensänderungen zu geben und damit Entwicklungschancen für die Länder des Südens zu eröffnen. Bremen fördert diese wichtige Arbeit weiterhin.
