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Monika Schlerkmann

Malerei und Objektbilder

Monika Schlerkmann

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellung vom 12.3. bis 12.5. 1999

Monika Schlerkmann begann ihr Œuvre mit Papierarbeiten. Ihre ersten Arbeiten waren wie gemalt und gegenständlich. Mit ihrer Entwicklung zu nichtgegenständlichen Motiven hin erscheinen die Bilder wie berechnet, wie mit dem Zollstock gemacht.

Sie wird mutiger und beginnt mit Materialien zu spielen. Dabei benutzt sie Fundsachen oder Alltagsgegenstände als Malgrund: Holz, Eisenplatten, Linoleum, Fassadenplatten, Plexiglas oder Spültücher. Aber auch Steine, Schallplattenhüllen, Pralinenschachteln oder Schreibtischablagen werden verwendet. Nicht nur die bis zu 6 cm dicken Holzplatten bekommen dabei Objektcharakter, sie werden zu Objektbildern. Nach der malerischen Bearbeitung ist von den Fundsachen nichts mehr zu erkennen. Es bleibt der ästhetische Reiz der Verarbeitung. Mit Leinwand hat sie nie gearbeitet.

Monika Schlerkmanns Arbeiten sind Querformate. Sie arbeitet in Gedanken aber quadratisch, das Rechteck sieht sie als Querformat an, das aus zwei Quadraten nebeneinander besteht. Die Künstlerin arbeitet bevorzugt seriell – konsequenterweise sind einige Arbeiten von ihr auch mehrteilig. In allen Arbeiten wird Farbe gleichermaßen als Material in vielfältiger Art eingesetzt. Acrylfarbe oder gefärbtes Graphit, aber auch gefärbtes Wachs wird zum Malmittel. Häufig kratzt sie zum Beispiel von der Holzplatte mit viel Mühe alles wieder herunter; das, was bleibt, wird zur Farbe des Bildes.

Alle Arbeiten sind ohne Titel. Auch wenn für sie persönlich einige Bilder Titel haben, so möchte sie diese nicht nennen, denn sie gaben nur den Anstoß für die gegenstandslosen Motive ihrer Arbeiten. Keines der Bilder kann bezeichnet oder identifiziert werden. Die einzige Hilfe, ein Objektbild wiederzufinden, ist das Gedächtnis von Monika Schlerkmann. Aber auch dafür ist die Kenntnis der besonderen Bildstruktur, der dargestellten Geometrie oder auch des Grundrisses oft unabdingbar. Öfter erinnern die Grundrisse an sakrale Zusammenhänge oder Ansichten.

Diese Strukturen werden mittels weiterer Materialien wie Klebeband oder kleinen Eisenplatten auf dem zuvor farbig und malerisch angelegten Untergrund aufgebracht. Die Behandlung der Senkrechten spielt dabei eine große Rolle. Es entsteht ein Gegensatz von Untergrund und Raster. Dabei analysiert sie, wie sich die zwei Teile auf dem Bild vertragen oder auch nicht. Es findet eine Analyse von Farb-, Form- und Stukturzusammenhängen statt, die zum Thema ihrer Arbeiten wird.

Dr. Anne Thurmann-Jajes

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