Bündnis 90/Die Grünen - Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft

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Erklärung

14. März 2011

Laufzeitverlängerung zurücknehmen!

Fraktionsvorsitzender Matthias Güldner zur Katastrophe in Japan:

Eine verheerende Naturkatstrophe hat in Japan zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Opfern, den Angehörigen und allen Menschen in Japan. Zu den verheerenden Zerstörungen kommt jetzt der Notstand in den Atom-Anlagen dieses hoch technologisierten Landes. Es ist zu befürchten, dass die Situation weiter außer Kontrolle gerät. Eine Kernschmelze in den Reaktoren hätte unabsehbare Folgen für das ganze Land. Was Strahlen anrichten können, haben viele Menschen noch vor Augen. Vor fast genau 25 Jahren ereignete sich im ukrainischen Tschernobyl der bisher größte Unfall in einem Kernkraftwerk. Viele Menschen ließen damals ihr Leben. Heute sind weite Gebiete um den Reaktor verstrahlt und unbewohnbar. Zahlreiche Menschen leiden unter den Folgen der Strahlenbelastung. Der atomare Super-GAU hat uns vor Augen geführt, wie unberechenbar und unbeherrschbar diese Technologie ist. Fest steht: kein Reaktor ist vor einer Kernschmelze sicher. Ein großer Schwachpunkt aller Anlagen ist die Notkühlung. Fällt die Stromversorgung der Kühlung aus, kann es auch in Deutschland zur Katastrophe kommen.  Die rot-grüne Bundesregierung hat im Jahr 2001 die Befristung der Laufzeiten und ein Neubauverbot von Kernkraftwerken beschlossen. Zehn Jahre später hat die jetzige Bundesregierung den Atomausstieg wieder rückgängig gemacht. So bleiben auch alte, störanfällige Anlagen wie Biblis A oder Esenshamm weiter am Netz. Die Laufzeitverlängerung der Bundesregierung ist ein Irrweg. Und diesen Irrweg gilt es schnellstens zu verlassen.

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