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Regisseurin Edina Medra (l.) diskutierte nach der Filmvorführung mit den SchülerInnen und der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen, Anja Stahmann.Rechtsextremisten nutzen heute zur Gewinnung neuer SympathisantInnen und zum Erkennen von Gleichgesinnten sehr gezielt Symbole, Zahlenkombinationen und Farben. Welche Symbole und Formen gibt es? Und wie sind diese zu erkennen? Jugendliche von der Gesamtschule Mitte und dem Gymnasium an der Hamburger Straße sind diesen Fragen nachgegangen und haben zusammen mit der Bremer Filmemacherin Edina Medra einen Aufklärungsfilm für Schulen produziert. Auf Einladung der grünen Bürgerschaftsfraktion wurde der Film nun vor etwa 100 ZuschauerInnen in der Gesamtschule Mitte vorgestellt.
Die öffentliche Verwendung bestimmter Nazi-Kennzeichen ist illegal. Viele Rechtsextremisten weichen deshalb aus und benutzen bestimmte Symbole auf ihrer Kleidung, die für Außenstehende kaum als rechtsextreme Symbole auszumachen sind. „Man muss schon genau hinhören und hinsehen“, sagt Schüler Joel im Film und zeigt exemplarisch einige Kleidungsstücke gängiger Modemarken, die von Neonazis bevorzugt getragen werden. Die Begeisterung für das Filmprojekt war den Schülerinnen anzumerken. „Das hat uns richtig Spaß gemacht und wir haben eine Menge gelernt“, berichteten die Akteure übereinstimmend.
Ergänzt wurde die Filmvorführung um einen Vortrag vom Mitinitiator des Projekts „Endstation rechts“, Paul Wutschke. Die Initiative betreibt die erfolgreiche Aufklärungskampagne „Storch Heinar“ – eine Parodie auf das Modelabel „Thor Steinar“ der Firma Mediatex. Diese hatte in den von "Endstation Rechts" vertriebenen Artikeln mit dem klapprigen Storch eine Verunglimpfung und Verwechslungsgefahr gesehen und eine Unterlassung verlangt. Den Markenrechtsstreit gewann die Initiative, so dass „Storch Heinar“ weiter Tassen, T-Shirts und Einkaufstaschen zieren darf.
Felix, Schüler an der Gesamtschule Mitte, berichtete abschließend über das Projekt „Schule ohne Rassismus“. Gemeinsam ist „Schule ohne Rassismus“ in allen beteiligten Ländern folgende Grundidee: Schulen, die sich dem Netzwerk anschließen, einigen sich in einer Selbstverpflichtung mehrheitlich darauf, aktiv gegen Rassismus vorzugehen.
Die Idee zum Filmprojekt „Vorsicht Nazi“ entstand beim Viertelparlament für Kinder und Jugendliche, finanziert wurde es von der Weserterrassen-Stiftung und von den Beiräten Mitte und Östliche Vorstadt. Anja Stahmann, bildungspolitische Sprecherin der Grünen: „Diese gelungene Kooperation hat ein tolles Projekt hervorgebracht. Davon wünsche ich mir mehr.“
„Vorsicht, Nazi“ bei www.youtube.com
Initiative „Endstation rechts“: www.endstation-rechts.de