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Bericht

26. Oktober 2010

Nachhaltige Fischzucht in Bremerhaven

Besuch beim ZAFNils Schnorrenberger (l.) informierte Doris Hoch und Frank Willmann über die Aufgaben des neuen Zentrums für Aquakulturforschung.

Auf dem Areal der Forschungs- und Entwicklungsmeile entsteht derzeit das Zentrum für Aquakulturforschung (ZAF). Es soll dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu schonen. Über den Baufortschritt und die künftigen Aufgaben des ZAF erkundigten sich jetzt die Bremerhavener Abgeordneten Doris Hoch und Frank Willmann bei Nils Schnorrenberger von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS.

Der weltweite Bedarf an Fisch ist groß. So groß, dass er in Zukunft durch die natürlichen Fischbestände nicht mehr gedeckt werden kann. Aquakultur, also die künstliche Aufzucht von Meerestieren, spielt deshalb eine immer größere Rolle. Wie die Zucht im Salz-, Süß- und Brackwasser wirtschaftlich und nachhaltig optimal durchgeführt werden kann, soll in drei geschlossenen Kreislaufsystemen mit 21 Einzelbecken untersucht werden. WissenschaftlerInnen sollen dann unter anderem erforschen, wie Futtermittel richtig eingesetzt werden, wie möglichst auf Medikamente verzichtet und die Fischzucht ökologisch verträglich gestaltet werden kann.

Frank Willmann sieht Bremerhaven mit dem neuen Forschungszentrum auf einem guten Weg: „Das ZAF ist eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Fischereiwirtschaft. Es stärkt den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bremerhaven. Die Forschung wird dazu beitragen, die natürlichen Ressourcen zu schonen. Denn durch Überfischung gehen die weltweiten Fischbestände seit Jahren zurück.“

Auch Doris Hoch betont die Bedeutung der Einrichtung: „Mit der nachhaltigen Fischzucht-Erforschung erhält der Standort Bremerhaven ein Alleinstellungsmerkmal.“ Das ZAF wird vom Institut für Marine Ressourcen (IMARE) betrieben und soll demnächst den Forschungsbetrieb aufnehmen. Insgesamt 1,8 Millionen Euro hat das Land Bremen aus dem Konjunkturpaket II für den Neubau bereitgestellt.

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