


Ausstellung vom 16.9. 2010 bis 13.1. 2011
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Der deutsche Rhein |
Die künstlerische Arbeit von Katja Blum manifestiert sich in den Medien Malerei, Zeichnung, Druckgraphik und Collage und fokussiert seit Jahren die Thematik räumlicher Ordnungen. Dabei ist die Untersuchung von flächiger Ordnung (Kartographie) und Volumen (Häuserblöcke, Ausdehnung von Landschaft) von tragender Bedeutung. Die Arbeitsweise der Künstlerin vollzieht sich als Dialog zwischen der Arbeit mit gefundenem Bildmaterial (Satellitenbilder von Landschaften und Stadtansichten, Stadtplänen, selbst gefertigten Fotografien von architektonischen Anordnungen), einer teilweisen Übertragung jener vorgefundenen Strukturen und einer individuellen Veränderung und Verschiebung jener Ordnungen zu Bildmotiven, die sich zwischen Abstraktion und neu konzipierter formaler Konkretisierung bewegen. Auswahlkriterium bei der Suche nach verwendbarem Material ist die Vorgabe einer dynamischen Struktur, wobei sich die geometrische Anordnung in der Gesamtansicht als organische Gesamtform zeigt. Die kartografische Aufsicht wird aus ihrem spezifischen Kontext entwendet und in einen neuen Bildzusammenhang gebracht, welche so ein eigenes Dasein behauptet, jenseits der Vorlage. Genau diese Spannung zwischen Ausgangsmaterial und neuer Bildfindung lotet Katja Blum in ihren Arbeiten auf unterschiedliche Weise aus.
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geschnittenes Papier 1 |
In der Papier-Bild-Serie "geschnittenes Papier" geschieht die Setzung des Bildmotivs in umgekehrter Form als in der Malerei oder Graphik, nämlich durch Wegschneiden des Papiers, im Gegensatz zum Gestus des Auftragens auf den Bildträger wird genau dieser in bestimmter Ordnung beschnitten. Perspektiven werden verzogen, neu gestaltet. Die gesamte Struktur der einzelnen Löcher im Material Papier ergibt das Bild. Jene Teile, die in der uns umgebenden Realität als Volumen gelten, sind hier als Negativ von Material zu sehen. Die Blätter werden mit einem Abstand zur Wand gehängt, so dass das Papier als Objekt deklariert wird.
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geschnittenes Papier 2 |
Jetzt ergibt das Papier, die gitterartigen Durchtrennungen und der Raum dahinter - die Luft, die Leere, sichtbar in Form von Schatten und Lichtlöchern - die gesamte Arbeit. Es ist die Relation von Zwei- und Dreidimensionalität – das Verhältnis von Volumen und Fläche sowie die Veränderung von An–Ordnungen –, die die künstlerische Arbeit von Katja Blum leiten. Dabei ist die Leere, das Dazwischen in Form von Luftraum bildimmanent.
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Graphik |
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Mahnmal 1 |
1969 Geboren in Dortmund
1998-2002 Studium an der freien Kunststudienstätte in Ottersberg
1990-1996 Studium der Architektur, Fachhochschule Dortmund
2009 Kunstverein Fischerhude / Preisträger
2007 Galerie im Atelierhof, Bremen / Malerei Druckgraphik
World Trade Center Bremen / Malerei Druckgraphik
2006 Kunstraum 28/30, Köln / Druckgraphik
2005 Kunstwerk, Köln / Druckgraphik
2003 Galerie im Atelierhof, Bremen / Malerei
2002 Bunker F38, Bremen / Malerei
2010 Förderpreisausstellung Bremen
2009 Stadtmuseum Deggendorf / "Papier Global"
2009 6.Bremer Kunstfrühling
2008 Kunstverein Fischerhude / Förderpreis bildende Kunst
2000 Kulturzentrum Schlachthof, Bremen / "Safety First"
2008 Förderpreis für bildende Kunst, Kunstverein Fischerhude
2005/2007 Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg