

Vor verschlossenen Türen: Anja Stahmann (l.) und Zahra MohammadzadehSeit über einem Jahr muss das Förderzentrum an der Vegesacker Straße nun schon ohne eigene Räumlichkeiten auskommen. SchülerInnen und Lehrkräfte mussten das 100 Jahre alte Gebäude längst räumen, um dringend nötige Sanierungsarbeiten zu ermöglichen. Doch seither ist nicht viel passiert. Davon haben sich nun die grünen Bürgerschaftsabgeordneten Anja Stahmann und Zahra Mohammadzadeh vor Ort überzeugt. Die Grünen fordern, den Umbau des alten Schulgebäudes so schnell wie möglich voranzutreiben.
Drei der acht Schulklassen werden derzeit in den Räumlichkeiten der Grundschule an der Melanchtonstraße unterrichtet. Die restlichen SchülerInnen müssen jeden Morgen mit dem Schulbus nach Schwachhausen fahren. „Das ist ein Zustand, der nicht gut ist für SchülerInnen, Eltern und Lehrerteam. Das muss so schnell wie möglich beendet werden. Die Sanierung des Förderzentrums muss endlich beginnen!“, betont die bildungspolitische Sprecherin und Waller Bürgerschaftsabgeordnete Anja Stahmann.
Am Standort der Schule an der Vegesacker Straße soll in diesem Jahr im dann sanierten Altbau ein Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum (ReBUZ) entstehen. Stefanie Höfer und Jupp Heseding, die das Förderzentrum leiten, erhoffen sich davon eine intensivere Beratung der Schule. Anja Stahmann und Zahra Mohammadzadeh unterstützen diese Forderung. Es müsse außerdem darauf geachtet werden, dass die Personalversorgung des ReBUZ den Schülerzahlen und dem Sozialindikator des Stadtteils angemessen ist.
Insbesondere in der Sprachförderung setzt sich Zahra Mohammadzadeh für ein systematisches und strukturiertes Vorgehen ein: „Die Förderung von Spracherwerb und Mehrsprachigkeit ist allzu oft auf einzelne Projekte beschränkt. Hier besteht Handlungsbedarf unter dem Motto ‚Weniger Projekte, mehr Struktur’!“
* Ein Bericht von Wolf Krämer