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Rundgang durch die Ausstellung, Begrüßung durch Silvia Schön und Einführung in die Ausstellung durch Dr. Norbert Caspar von Sultan Acar sowie ein paar Impressionen von der Vernissage am 22. April 2010:
Die Bremer Künstlerin Sultan Acar in ihrer künstlerischen Stellungnahme über ihre Arbeiten, die sie in den Räumen der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zeigt:
Ich arbeite Öl auf Leinwand, bevorzugt im Format 150 x 130 bis zum kleinen Format 20 x 20 cm.
Anlass meiner Bilder sind persönliche Beobachtungen in meinem alltäglichen Umfeld. Meine Familie und meine Freunde, Kommilitonen werden zu meinen Modellen, sie erlebe ich in zwanglosen Momenten. Ihnen kann ich über die Schulter schauen, ohne dass sie sich in ihrer Aufmerksamkeit für sich von meiner Anwesenheit stören lassen.
Meine Aufmerksamkeit gilt beiläufigen Momenten und Situationen, in ihrer Flüchtigkeit ebenso wie in ihrer Vieldeutigkeit. Sie richtet sich auf die Momente, in denen der einzelne Mensch mit sich allein ist und sich unbeobachtet fühlt. In der künstlerischen Nutzung geht es mir nicht darum, Privates zu entblößen oder Persönliches zu kommentieren, sondern im Blick auf Details und Eigenarten, Spuren persönlicher oder kultureller Prägung zu kartographieren.
Ich betrachte meine Bilder als Porträts. Die Profilierung der Personen erzeugt sich aus ihren Körper- und Bewegungsformen sowie in ihren selbstbezogenen Gesten. Mich interessieren Gesten und Bewegungsmuster, die für einen Menschen ebenso charakteristisch sind wie ein Fingerabdruck. Ich wähle Augenblicke, die mir besonders aussagekräftig erscheinen. In dem ich abbilde, löse ich sie aus der Folge von Momenten und Zufällen heraus und ermögliche eine Betrachtung wie unter einem Mikroskop.
Durch die Unkenntlichkeit der Gesichter konzentriert sich das Bildgeschehen auf Haltungen und Gesten als Speichermedien des Körpers. Das Changieren zwischen Sichtbarkeit und Erkennbarkeit mit künstlerischen Mitteln zu ermöglichen, ist wesentliches Anliegen meiner künstlerischen Praxis.
Durch Farbwahl und -komposition entsteht der Bildraum. Dabei erscheint das Bildmotiv vor einem monochromen Bildraum, in den ich hineinarbeite. So entstehen keine Abbilder der erlebten Wirklichkeit, sondern Transformationen, die ästhetischen Fragestellungen folgen.
Ich arbeite ohne starres Kompositionsschema, sondern entwickle durch verschiedene Stadien hindurch. Mich interessieren die Farbformen und -flächen in ihrer Ausprägung, ihrer Maßstäblichkeit und ihren Proportionen ebenso wie die farbliche und strukturelle Differenzierung der Flächen in sich.

Sultan Acar, bildende Künstlerin, 1975 geboren in Bremen
Künstlerische Ausbildung:
Seit 2009 Meisterschülerin
2009 Studienabschluss mit Diplom
2005-2009 Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Rolf Thiele und Prof. Peter Schaefer
2007-2008 Erasmus Stipendium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Daniel Richter und Prof. Gunter Damisch
2003-2005 Studium der Malerei an der Fachhochschule Ottersberg Bremen.
Mitglied seit 2009 Bei der Künsterinnenverband Bremen Gedok.
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
2010 Gera, Eberhard-Dietzsch-Kunstpreis 2010 >Malerei<
2009 Lilienthal Rathaus, >Frauenzeit2009<
2009 Bremen, Theater Galerie, >Tod-Rot, Grün, Rostbraun, Gelb, Kohlrabenschwarz<
2009 Ulm, Item Kunstpreis für Malerei 2009, >Dynamik und Form<
2009 Bremen, 32 Deutscher Evangelischer Kirchentag
2008 Augsburg, Galerie Noah >Leonardo Preis<
2008 Wien, Museum Quartier Freiraum, Educult Summer Art Painters Campus, >Sommer<
2008 Wien, Galerie Schober Plattform für junge Kunst >Zeit<
2008 Wien, Ward howell Euroselect
2007 Ritterhude Bremen, Gemeindewerke >Stillleben<
2007 Galerie der Hochschule für Künste Bremen, >Phantasie an die Macht<
2007 Bremen, Überseemuseum, >1001 nacht<
2007 Bremen, Speicher XI, >Stillleben<
2006 Guangxi, Art Institute, Gallery, >o.T.<
2006 Bremen, Galerie des Westens e.V, >Nach Ingres<
2006 Bremen, Speicher XI, >Nach Ingres<

Koordinaten
www.sultanacar.de
E-mail: kontakt@sultanacar.de
mobil: +491721546791